Seit dem 31. Mai 2021 hat das Klimanetzwerk einen Social Media Kanal auf Instagram und gestern haben wir unseren 100. Follower für unsere Seite bekommen.
Wir freuen uns, dass wir so unsere Community sichtbar machen und erweitern können.
Unser Social Media Team
Das 6 köpfige Media Team bestehend aus Sabine Hense Ferch, Dorle Mühlhoff, Anke Victor und Johanna Brühl wird fachkundig unterstützt von Ellen Brühl und Lan Anh Nguyen aus Stuttgart.
Ellen und Lan ist auch zu verdanken, dass der Inhalt im einheitlichen professionellen Layout designed wurde. Die ersten 10 Beiträge sind bereits erschienen und beschäftigen sich mit den Arbeitsgruppen und der Erläuterung, wer wir sind und was wir wollen.
Die ersten 10 Beiträge auf Instagram
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Eine Delegation des Klimanetzwerks Lippstadt hat sich jetzt zum zweiten Mal innerhalb weniger Monate zum Erfahrungs- und Informationsaustausch mit Bürgermeister Arne Moritz getroffen. „Wir freuen uns, dass der Bürgermeister so großes Interesse zeigt am Klimaschutz in Lippstadt. Bei diesem Thema können wir wunderbar unsere Ideen austauschen und entdecken immer wieder viele Gemeinsamkeiten“, resümiert Sprecherin Anke Victor, die mit Johanna Brühl, Julia Foerster, Dorle Mühlhoff, Petra Salm und Sabine Hense-Ferch ins Stadthaus gekommen war. So berichtete Victor beispielsweise von den guten Erfolgen des „Wattbewerbs“, einer Städte-Challenge für den massiven Photovoltaik-Ausbau, an der auch Lippstadt teilnimmt. „Hier liegen wir schon weit vorn. Lippstadt hat nicht nur die höchste PV-Leistung pro Einwohner, sondern war auch die erste Stadt, die sich für die Teilnahme am Wattbewerb gemeldet hatte. Hinzu kommt noch unser herausragendes Klimaschutzkonzept. Alles zusammen hat uns eine Terminzusage zur ersten Auszeichnung seitens des Wattbewerbs eingebracht“, freut sich Anke Victor. Geplant ist von Seiten der Stadt eine größere Veranstaltung dazu im September und unter der Regie des Klimanetzwerks in den kommenden Wochen verschiedene Fahrradtouren, auf denen Bürger und Unternehmen diverse PV-Projekte im Stadtgebiet in Stationen abfahren und besichtigen können. Bürgermeister Arne Moritz sagte spontan seine Teilnahme an einer der Fahrradtouren zu. Und auch für ein weiteres Projekt der Klimaaktivisten konnte der Bürgermeister gewonnen werden: Im Rahmen der Europäischen Mobilitätswoche vom 16. – 22. September sind auch in Lippstadt Veranstaltungen, u.a. mit Verkehrsparcours, geplant. „Wir benötigen noch jemanden für die Übernahme der Schirmherrschaft“, so Johanna Brühl. Auch bei diesem Thema zeigte sich der Bürgermeister sehr offen, die gemeinsame Arbeitsgruppe von Klimanetzwerk und Klimabündnis zu unterstützen.
Arne Moritz will Schirmherrschaft für Mobilitätswoche übernehmen
Weitere Fragen und Themen kamen bei dem kurzweiligen Erfahrungsaustausch auf die Agenda. So erläuterten die Klimaaktivistinnen dem Bürgermeister ihre Idee einer „Wandelbar“, einer Art Bürgerwerkstatt für gemeinsame Aktionen, Diskussionen und Treffen mit der Bitte, bei der Suche nach geeigneten Räumen zu unterstützen. „Ideal wäre doch ein Raum im Quartier südliche Altstadt. Hier hat die Stadt ein Konzept für die Regionale 2025 vorgelegt, das auch eine Bürgerwerkstatt für das Gebäude hinter dem Stadtdepot enthält“, so Johanna Brühl. Außerdem wurde über die Kampagne der Bezirksregierung Arnsberg „Klimaschutz mit BRAvour“ gesprochen und über die Gestaltungssatzung, die Photovoltaik auf Hausdächern in der Innenstadt ein strenges Reglement auferlegt. „Ist das bei neuen Gebäuden wirklich nötig?“, fragte Johanna Brühl. Petra Salm regte an, über das Anlegen von Blühstreifen entlang der Lippe nachzudenken. „Mit Blühstreifen kann man hochwertige Flächen für Insekten gewinnen, die auch noch schön aussehen. Und sie sind eine günstige Alternative zum Anpflanzen von Staudenbeeten“. Auf den Einwand des Bürgermeisters, dass Blühstreifen immerhin aufwendiger anzulegen und damit teurer seien als Rasenflächen, entgegnete Sabine Hense-Ferch: „Vielleicht kann man aus der Sä- und Pflanzaktion ein gemeinschaftliches Event machen, in das man auch Schulklassen oder Umweltgruppen einbindet“. Noch eine Idee, die beim Bürgermeister gut ankam.
Vertreter des Klimanetzwerks bei Bürgermeister Arne Moritz, von links: Anke Victor, Julia Foerster, Dorle Mühlhoff, Petra Salm, Arne Moritz, Johanna Brühl
Jetzt ist es schon fast wieder einen Monat her, dass wir in Lippstadt das erste BarCamp durchgeführt haben. Das Thema des BarCamp war die Klimawende in Lippstadt.
15 Sessiongeber, über 50 Teilnehmer und 5 Sponsoren und 1 Key Speaker haben das Event zu einem großen Erfolg gemacht.
Vielen Dank an dieser Stelle nochmals an unsere Sponsoren und für den beeindruckenden Input zu den Aktivitäten der Soester Klimaszene an Udo Engelhardt. Mit dieser Session, an der ca. 50 Teilnehmer teilgenommen haben, haben wir uns gemeinsam auf unser Thema eingestimmt. Es ist höchste Zeit zum Handeln und Ja, wir haben noch eine Chance, dass wir die Klimawende hinbekommen. Hierzu brauchen wir eine starke Gemeinschaft, die sich auf den Weg macht und nicht auf die Politik wartet.
Keine 2 Monate hatten wir für die Vorbereitung und dass, obwohl es in Lippstadt noch keine Erfahrungen mit diesem Eventformat gab und die Sessiongeber deshalb erst einmal fit gemacht werden mussten.
Die Veranstaltung wurde auf Zoom durchgeführt und über Eventbrite und Googledocs abgewickelt.
Folgende Sessions wurden in den 5 Workshopräumen, die so klangvolle Namen wie WandelBar, Werkstatt, IQ, Güterbahnhof und Dorfgarten hatten, angeboten.
Unsere Sessions:
1. Über den Tellerrand gucken – Kinder leiden unter Müll- und Klimakrise Sonja Berger und Claudia Gremme – UNICEF AG Lippstadt
Auch unsere regionale Presse „Der Patriot“ hat das neue Format begleitet und Marion Heier hat einen begeisterten Artikel darüber geschrieben. Lesen Sie hier selbst:
Das Feedback zum Schluß war dann auch durchweg positiv und dem Organisationsteam, bestehend aus Anke Victor, Stephanie Schoen und Johanna Brühl wurde für die Durchführung des 1. Lippstädter BarCamps gedankt. Es war auch für dieses Trio eine Premiere zu diesem Workshopformat.
Das Experiment hat sich gelohnt und ist aufgegangen, denn wir erhofften uns mit dieser Veranstaltung eine Aufbruchstimmung in der Energiewende für Lippstadt. Die Stimmung im Netzwerk ist trotz Corona gut und an allen Ecken und Enden wird gewerkelt.
Dies geschieht in den 6 Arbeitsgruppen, dezentral und virtuell, aber trotzdem koordiniert und vor allem kooperativ.
Wir haben schon Anfragen, wann den das nächste BarCamp durchgeführt wird und deshalb planen wir eine Wiederholung im Oktober – einen konkreten Termin gibt es aber noch nicht.
Ideenaustausch und regelmäßige Zusammenarbeit geplant: Klimanetzwerk zu Gast bei Bürgermeister Arne Moritz
Sondierungsgespräch beim neuen Bürgermeister: Am vergangenen Donnerstag waren fünf Mitglieder des Klimanetzwerks bei Bürgermeister Arne Moritz zu Gast. Ziel des informellen Treffens war das gegenseitige Kennenlernen, der Austausch von Meinungen und das Ausloten gemeinsamer Ziele und Vorgehensweisen. Anke Victor, Johanna Brühl, Petra Salm, Julia Foerster und Sabine Hense-Ferch stellten dem Verwaltungschef die Ursprünge und Ziele des Klimanetzwerks vor und berichteten von den verschiedenen Arbeitsgruppen und den bisher angestoßenen Projekten.
„Wir haben viele engagierte Mitglieder und möchten der Stadt Lippstadt gerne unsere Unterstützung auf dem Weg zur Klimaneutralität anbieten. Am 1,5 Grad-Ziel geht kein Weg vorbei, hier gibt es unserer Ansicht nach keine Kompromisse. Dazu haben wir verschiedene Ideen gesammelt und verfolgen bereits mehrere Projekte “, so Sprecherin Anke Victor. Julia Foerster ergänzte: „Wenn wir so weitermachen wie bisher, sind wir auf dem falschen Weg. Wir müssen alle auch hier in Lippstadt unsere Lebensweise und unseren Konsum ändern, wenn wir noch das Ruder herumreißen wollen“. Bürgermeister Moritz zeigte sich sehr interessiert an den Ideen und Anregungen der Klima-Aktivistinnen, brachte auch eigene Ideen ins Gespräch ein und signalisierte seine Bereitschaft zur regelmäßigen Zusammenarbeit. „Ich würde mich freuen, wenn wir uns im vierteljährlichen Turnus zusammensetzen und uns austauschen würden. Manche Dinge lassen sich im direkten Kontakt noch besser regeln“. Ein Angebot, das wir gerne annehmen…
Lippstadt for Future als Mitglied des Klimanetzwerkes hatte für die konstituierende Ratssitzung am 2. November eine kleine Aktion vorbereitet, die in dieser Form dann leider nicht stattfinden konnte.
Alle Mitglieder des neuen Rates sollten zu Beginn ein kleines Präsent erhalten, als Dank für ihr kommunalpolitisches Engagement und gleichzeitig als Erinnerung und Aufforderung, eine starke Klimapolitik für Lippstadt voranzubringen. Es wurden „Garten-Pralinen“, kleine Saatkugeln aus Erde und Samen der Lippstädter Mischung vorbereitet und einzeln schön verpackt mit entsprechendem Aufdruck: „Lassen Sie die Samen aufgehen für eine starke Klimapolitik in Lippstadt!“
Bildquelle: Lippstadt for Future
Leider konnte die Aktion in der geplanten Form coronabedingt nicht stattfinden und die Präsente nicht persönlich vor Ort überreicht werden. Sie wurden stattdessen durch die Stadtverwaltung intern den einzelnen Fraktionen direkt überbracht.
Mittlerweile sollten die Garten-Pralinen mit ihrer wichtigen Botschaft nun die Lippstädter Ratsfrauen und Ratsherren erreicht haben.
Mitglieder von Lippstadt for Future und des Klimanetzwerks zeigten dennoch zusätzlich Präsenz vor der ersten Ratssitzung vor Ort an der Gesamtschule. Die Bedeutung der nun angelaufenen Legislaturperiode für eine dringend notwendige Bewältigung der Klimakrise auch auf lokaler Ebene ist enorm und lässt sich nur durch konstruktive Zusammenarbeit aller demokratischer Kräfte aus Politik, Verwaltung und Bürgerschaft voranbringen.
Im Juni hat Anke Victor und Wolfgang Hellhake vor dem Haupt und Finanzausschuss, der gegenwärtig als Pandemierat tagt, das Konzept eines Klimamanagers vorgestellt. Es gab eine breite Unterstützung zu diesem Vorstoß von den Grünen, der SPD, den Linken und der BG, aber auch Bedenken von der CDU und der CDL. Nun soll im Herbst bei der Diskussion des Stellenplans das Thema erneut aufgegriffen werden. Leider rennt dem Klima die Zeit weg. Zeit die wir brauchen, um Maßnahmen auch umzusetzen, bevor sie wirken können. Zeit, die wir im Kampf gegen die Klimakatastrophe nicht haben.
Fakt ist, dass die Lippstädter Klimaziele nicht mit dem Pariser Klimaabkommen übereinstimmen und die Meinungen der Parteien bei diesem Thema sehr weit auseinander liegen. Wir brauchen ein Konzept für diese Aufgabe, denn nur wenn wir klare Ziele und Visionen haben, kann die Stadtverwaltung und die Engagierten in Lippstadt daran arbeiten. Welche Energie frei gesetzt wird, wenn sich alle einig sind, kann man derzeit sehr schön in Soest sehen. Klimatechnisch ist Soest ein Vorbild für Lippstadt. Sie sind uns viele Schritte voraus.
Es ist schon enorm, was möglich ist, wenn der Ernst der Situation erkannt wird. Die Krisenbewältigung bei Corona hat eine Geschwindigkeit erreicht, die ein Vorbild für die Klimakrise sein kann.
Wir wissen, dass die Krisen nur bewältigt werden können, wenn verschiedene emotionale Zustände durchlaufen werden. Bei der Coronakrise konnte man dies sehr gut beobachten. Das „Erkennen“ der Krise war mit Angst gekoppelt. Nach Verdrängung (wird schon nicht zu uns kommen) und Hysterie (die Chinesen sind schuld) kamen wir in Deutschland sehr schnell in die Phase des „Anerkennens der Krise“. Dieser Schritt ist enorm wichtig, erst wenn wir die Krise anerkennen, können wir uns schuldig fühlen und uns selbst verpflichten. Die Deutschen haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie fähig sind, mit der Aufgabe des social distancing und den Hygienevorschriften umzugehen. Sie haben die Informationen der Wissenschaftler verstanden und akzeptiert und haben schon vor dem Shutdown sich danach verhalten.
Die Gefahr für die Gesundheit und die Systeme war so sichtbar, dass die Menschen die Verhaltensänderung ohne Meuterei umsetzen konnten. Seltsamerweise sind es teilweise die Verhaltensänderungen, die wir für die Klimakrise auch brauchen, z.B. den Verzicht auf weite Fernreisen, auf Kreuzfahrten und die Fahrt zur Arbeit, wenn man die Arbeit genauso gut auch im Homeoffice erledigen kann.
Momentan leben wir in einer Phase mit Corona und nicht nach Corona. Das geänderte Verhalten muss sich noch festigen und wir können die Chance jetzt nutzen, darüber nachzudenken, was von der alten Normalität wir eigentlich wieder haben wollen. Es wird eine neue Normalität nach Corona geben. Jetzt ist die Zeit für einen Wendepunkt in Lippstadt. Wir brauchen einen breiten Kommunikationsprozess.
Was ist nicht so gut gelaufen in den letzten 8 Wochen? Was vermisst ihr? Was schätzt ihr? Was wollen wir erhalten?
In die Phase der „Transformation“ kommen wir, wenn die Selbstverpflichtungen überwunden sind und wir uns sagen: Ich will und ich werde mein Verhalten ändern. Wenn wir voller Überzeugung anerkennen, dass es für uns und die Welt das Beste ist.
Wir freuen uns auf diese Phase des Prozesses. Es ist eine kreative Phase und braucht die ganze Gesellschaft. Das Klimanetzwerk Lippstadt bringt sich hier mit Leidenschaft ein.
Zu seinem ersten Treffen hat das Lippstädter Klimabündnis am 6. Februar in die Aula des Hansekollegs eingeladen – und zahlreiche Mitglieder unseres Klimanetzwerks sind dieser Einladung gefolgt. Insgesamt waren rund 100 Akteure von Seiten der Stadt, der Schulen, von Vereinen, Initiativen, Parteien und interessierte Privatpersonen gekommen, um sich über das neue Klimabündnis zu informieren. Im Laufe des Abends, der von Birgit Specovius und Heinrich Horstmann von der Stadtverwaltung moderiert wurde, bestand dann auch gleich die Möglichkeit, unsere in den vergangenen Monaten gesammelten Ideen zu Themen wie Mobilität, Flächennutzung, Konsum und Energie in die Runde zu tragen. Thematischer Schwerpunkt des Abends war die Bildung von Arbeitskreisen zu klimarelevanten Fragestellungen. Gemeinsam mit vier verschiedenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Stadtverwaltung wurden in diesen Runden Ideen, Vorstellungen und Konzepte zu den unterschiedlichen Themenfeldern zusammengetragen und anschließend im Plenum vorgetragen. Gegen Ende der Veranstaltung ist dann noch die geplante Webseite des Klimabündnisses vorgestellt worden, auf der sich künftig alle Akteure des Klimaschutzes in Lippstadt vernetzen und ihre Ideen und Projekte bündeln können.
Im letzten Jahr haben wir viele Wochenenden an Infoständen verbracht und über Lippstadt for Future und die Klimakrise aufgeklärt. Auch die Kommunikation am Infostand muss trainiert werden. Deshalb wird jetzt ein Training für InfoständlerInnen angeboten. Dieses Training finden statt am 19.02.2020 von 14 bis 17 Uhr im Kasino der INI, Südstraße 21, 59555 Lippstadt.
Interessenten melden sich bitte an Stephanie Schoen unter inform@ini.de an. Die Kursgebühr beträgt 25 €
In einer kleinen Brainstorminggruppe entstand das Logo des Klimanetzwerks Lippstadt. Die Lipperose ist bei uns grün und sie beinhaltet ein Netzwerk von Punkten. Diese Punkte symbolisieren die vielen Netzwerkmitglieder. Da es das Klimanetzwerk von Lippstadt darstellt, sind die Punkte gelb, blau, rot. Das steht für das Leitbild von Lippstadt und zwar für Licht, Wasser, Leben.
Dieses Logo wurde im Oktober im Netzwerk diskutiert und dann abschließend im November vom Netzwerk beschlossen. Ein spannender Diskussionsprozess.
Alina und Dorle waren die beiden kreativen Gestalter.