Fahrraddemo fürs Klima

Wir treffen uns am Freitag, den um 13:30 Uhr 29.09. zu einer Fahrraddemo zum Globalen Klimastreik auf dem Rathausplatz in Lippstadt.

Was ist zu beachten:

Die Coronasituation verlangt es, dass wir Abstand halten und falls dies nicht möglich ist, auch im Freien einen Mund-Nasen-Schutzmaske aufsetzen.

Wir fahren auf der Strecke nach den Verhaltensregeln einer critical mass, d.h. wir fahren langsam und halten einen gleichmässigen Abstand zu unseren Mitdemonstranten*innen.
Ein Handzeichen nach oben signalisiert, dass der Zug anhält. Bei Ampeln fahren wir als Zug über eine Ampel, dass heißt die letzten fahren auch über eine rote Ampelphase, damit der Zug als Ganzes weiterfahren kann und keine Lücke entsteht.

Wenn wir die Googlestandortsuche freigeschaltet haben, dann müssten wir als Stau auch in der Googlemap App zu sehen sein.

Wir wollen mit dieser Demo auf den Globalen Klimaprotest aufmerksam machen und gleichzeitig zeigen, dass Lippstadt eine Fahrradstadt ist. Fahrradfahren ist klimafreundlich und sollte erste Priorität im Verkehrmix haben.


Du hast die Wahl – am 13.09.

Welche Partei überzeugt Dich beim Thema Klimaschutz wirklich? Wir haben zu diesem Thema die Wahlprüfsteine aufgelegt und die Inhalte visualisiert. Schaut selbst.

Mehr Info´s gibt es auch an unserem Wahlprüfsteine – Stand am 29.08., 05.09. und 12.09 auf dem Rathausplatz in Lippstadt von 10:00 Uhr bis 14:00 Uhr.

Sprechen Sie uns an!

Unsere Aktivitäten in dieser Woche

Gestern war unser Netzwerktreffen, extra auf einen Dienstag gelegt, damit wir heute zum BUVA Ausschuss können. Hier geht es u.a. um die Radmobilität in Lippstadt.



und morgen zum Stadtentwicklungsausschuß, denn dort wird die CO2 Bilanz von Lippstadt vom Klimamanager des Kreises Soest, Herr Höckelmann, vorgestellt. Eine Gelegenheit in der Fragestunde auch nach dem Stand der Dinge um den Klimamanager für Lippstadt zu fragen.



und am 29.08. trifft man das Klimanetzwerk Lippstadt von 10:00 bis 14:00 Uhr mit den Wahlprüfsteinen der Klimakonzepte der Parteien auf dem Rathausplatz.

2. Runde: Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2020 – Jetzt wird’s konkreter

Das Klimanetzwerk Lippstadt war in den vergangenen Wochen der Sommerferien nicht untätig: Die Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl sind wie angekündigt nun in die zweite Runde gegangen. Folgender Brief mit Fragen zum Klimaschutz in Lippstadt ging per E-Mail vor einigen Wochen im gleichen Wortlaut an die Parteien, die in Lippstadt zur Kommunalwahl antreten. Ebenso erhielten die beiden Bürgermeisterkandidaten unsere Anfrage. Bis Anfang August hatten die Parteien auf das Schreiben wie unten aufgeführt geantwortet. Leider mussten wir feststellen, dass einige Parteien, darunter FDP und CDU, die vorgegebene Zeichenzahl für einzelne Antworten zum Teil um ein Vielfaches überschritten haben. Ob sich das auch in einem „Mehr“ an Inhalt und Ideen widerspiegelt, davon mag sich jeder Leser selbst überzeugen…

Sehr geehrte Damen und Herren,

mit unserer Kampagne „Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl“ geht es in die zweite Runde! An dieser Stelle ganz herzlichen Dank für die rege Beteiligung an unserer ersten Fragerunde. Wie bereits angekündigt, wenden wir uns heute erneut im Namen des Klimanetzwerks Lippstadt an Sie mit der Bitte, stellvertretend für Ihre Partei vier Fragen zur Klimapolitik in Lippstadt zu beantworten. Diese Fragen gehen wie beim letzten Mal zeitgleich an alle derzeit im Rat der Stadt vertretenen Parteien und zusätzlich an die Bürgermeister-Kandidaten. Wir möchten Sie bitten, unsere Fragen bis zum 30. Juli zu beantworten – mit maximal 500 Zeichen. Bitte senden Sie uns Ihre Antworten bis Donnerstag, 30.07.20 zurück per E-Mail. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Wir werden die Antworten wie beim letzten Mal auf unserer Webseite www.klimanetzwerk-lippstadt.de veröffentlichen und auch der Presse zur Verfügung stellen.

  1. ) Wie kann die Stadt Ihrer Ansicht nach klimafreundliches Wohnen für die Bürger unterstützen?

Für die CDU (Peter Cosack und Arne Moritz):

Für das klimafreundliche Bauen von Wohnungen und auch die Sanierung von Altbauten gibt es riesige Förderprogramme des Bundes und der KFW Bank. Es geht jedoch nicht nur um einzelne Gebäude, sondern wir werden ganze Quartiere klimafreundlich entwickeln. Dazu gehören die Energieversorgung, die Mobilität und die Freiraumkonzepte mit Begrünung. Die Klimaschutzsiedlung war da nur ein erster Anfang. Mit der GWL haben wir einen leistungsstarken Partner, der dies umsetzen wird. Auch die Auswahl von Baumaterialien spielt dabei eine Rolle. Nicht nur im Eigenheimbau, sondern auch im Mietwohnungsbau.

Für die Grünen (Holger Künemund):

Wir setzen auf eine effektivere Flächennutzung und die konsequente Einführung eines deutlichen Klimabonusses (mindestens KfW 40 Plus) bei der zukünftigen Vergabe von Wohnbauflächen. Privatleute und Investoren sollen ermuntert werden, Maßnahmen zum Klimaschutz zu ergreifen, und über ein städtisches Klimamanagement muss eine offensive Beratung über Förderprogramme gewährleistet sein. Wo möglich möchten wir eine solare Baupflicht festsetzen. Ziel ist die Nutzung möglichst vieler Dachflächen, Fassaden und Balkone für die Stromerzeugung mit Photovoltaikanlagen. Der Wohnungsbau der städtischen Gesellschaft muss hier als Vorbild vorangehen, auch bei Bestandsimmobilien.

Für die CDL (Axel Bohnhorst):

In Lippstadt sind wir durch die Klimaberatung der Stadt und vor allem durch die Beratung bei Um- und Neubauten der vielen guten Handwerksunternehmen sehr gut aufgestellt. Da dürfte es dem Bürger, der klimafreundlich wohnen oder bauen möchte, an nichts fehlen. Weitere Schritte werden gerade durch Prämien für umweltbewusstes Bauen in den Neubaugebieten gemacht. Unterstützen ist das richtige Wort. Wir sind generell gegen Verpflichtungen z. B. Einsatz von Photovoltaik o. ä. in Neubaugebieten.

Für die BG (Hans-Dieter Marche):

  • Umfassende „Lippstädter-Klima-Intensivberatung“ als konkrete Vorträge (mind. 4x pro Jahr), mit Broschürenerstellung und -verteilung. Ein auf unsere Stadt zugeschnittenes Internetportal für alle Wohnungs- und Hausbesitzer als Dauereinrichtung aufbauen. Hierzu gehört unbedingt eine „Gartengestaltungsberatung“!
  • Ausweitung der Tempo 30 Zonen.
  • Die diversen Paketlieferanten bündeln und jede Straße am Tag nur einmal beliefern.
  • Besetzung der Stelle des Klimaschutzbeauftragten in der Stadtverwaltung. Dies ist ein grundlegender Punkt auch für die Fragen 2 bis 4! 

Für die SPD (Thomas Morfeld und Sabine Pfeffer):

  • Anreize schaffen für klimaneutrales und energiesparendes Wohnen, mit einem Bonus z.B. wie bei dem Baugebiet auf dem Rohde
  • Vorgaben machen für nachhaltige Freiraumgestaltung , weniger Versiegelung  mehr Grün,
  • Energetische Sanierungen unterstützen mit Information oder auch Anreizen
  • Innovative Quartiere mit Bürger PV Anlagen

Für die FDP (Godehard Pöttker):

Beim Wohnen in Lippstadt sollte die Stadt Anreize geben, zuerst einmal die Energieeffizienz zu verbessern: also Isolierungen von Gebäuden zu unterstützen, und Hilfestellung für den Einsatz von Energieverbrauchern mit hohem Wirkungsgrad geben.
Außerdem können mehr PV Anlagen dezentral eingesetzt werden. Insbesondere in der Kernstadt, privat und auch auf öffentlichen Gebäuden sehen wir stärkere Nutzungsmöglichkeiten. Hier muss eine Deregulierung, oder Entfesselung, von Verordnungen und Gestaltungssatzung die Möglichkeit schaffen. Des weiteren muss die Möglichkeit gegeben werden, auch in Lippstadt Geothermie stärker zu nutzen. Gerade in den großen Wohngebieten südlich der Lippe und der Kernstadt liegen hier ungenutzte Potentiale.

Für die Linke (Michael Bruns):

Um Wohnungsnot und steigenden Preisen zu begegnen, müssen Lücken geschlossen, verträgliche Nachverdichtung genutzt und Neubaugebiete (mit Sozialwohnungen) ausgewiesen werden. Soziale und ökologische Kriterien sollen bei allen Baugebieten gelten. Ein Klimabonus für Neubauten, die z. B. erneuerbare Energien nutzen, soll obligatorisch sein. Die Energieberatung muss aktiv auf Eigentümer*innen zugehen. Neubaugebiete (mit sozialem Wohnungsbau) werden an den ÖPNV und ans Radwegenetz angeschlossen.

2.) Thema klimafreundliche Mobilität: Welche Schwerpunkte werden Sie in der kommenden Legislatur verfolgen?

Für die CDU (Peter Cosack und Arne Moritz):

Die CDU glaubt, dass gerade in unserer ländlichen Region der Individualverkehr auch in den nächsten Jahren eine große Rolle spielen wird. Deshalb ist es wichtig den Weg vom Verbrennungsmotor zu umweltfreundlichen Antrieben zu entwickeln. Das Fahrrad steht dabei an erster Stelle. Die schon im Wahlprogramm der CDU angestrebten Mobilitätshubs, sind ein weiterer Baustein. Es geht nicht darum den Bürger zu zwingen oder ihm etwas zu verbieten, sondern wir setzen auf ein breites Umdenken. Dabei sind Initiativen aus der Bürgerschaft gefragt. Die CDU Lippstadt sieht sich da als Moderator und Entscheider zwischen verschiedenen Interessen. Durch demokratische Wahlen ist der Rat dazu legitimiert die Interessen aller Bürger abzuwägen. Ein gutes Beispiel ist die Initiative „ErdGasgeben“, die zunächst einen Erhalt der Lippstädter CNG-Tankstelle erreicht hat, und mittlerweile CnGasgeben heißt, da es dort zu 100 % Erneuerbares Gas gibt. Für Lippstadt werden wir in den Nächsten Jahren mehr Radabstellanlagen, auch überdacht und bewacht, auch zeitweilige, etwa zu Stadtfesten, schaffen. Lastenräder brauchen Parkraum, da sie nicht an die klassischen Bügel passen. E-Rad-Ladestationen, Pendlerparkplätze in Bahnhofsnähe und auch außerhalb der Innenstadt kommen dazu. Weitere pfiffige Ideen sind gefragt. Bus und Anrufsammeltaxi, gerade in den Abendstunden, müssen sich ergänzen.

Für die Grünen (Holger Künemund):

Wir wollen eine Verkehrswende: Fahrradfahrer/-innen, Fußgänger/-innen und öffentliche Verkehrsmittel müssen gegenüber den Autofahrenden vorrangig behandelt werden: 

  • kurzfristige Verbesserung und Ausbau der Radinfrastruktur  
  • Konsequente Verhinderung von Durchgangsverkehren in der Kernstadt
  • ein allgemeines Tempo 30 in der Stadt
  • mehr verkehrsberuhigte Bereiche und Fahrradstraßen
  • Konzept für autofreie Bereiche in der Innenstadt
  • Ausweitung des Stadtbuslinien-Angebots
  • Bürgerbusse, ÖPNV auf Anforderung (On-Demand-Konzepte) und Car-Sharing als Optimierung / Ergänzung mit berücksichtigen

Für die CDL (Axel Bohnhorst):

Die Zukunft heißt Wasserstoff. Hier sollten durch breite Initiative von Stadt, Unternehmen und Politik die richtigen Weichen für den Standort Lippstadt gestellt werden. Weitere Punkte sind der Erhalt der CNG-Tankstelle, eine grüne Welle die diesen Namen verdient und die Verbesserung der Fahrradinfrastruktur in Sicherheit, Qualität und Quantität. Besonderes Augenmerk legen wir auf den Einstieg in die Umstellung des ÖPNV auf Fahrzeuge mit möglichst CO2-neutralen Antrieben.

Für die BG (Hans-Dieter Marche):

  • Ausweitung des ÖPNV-Netzes, in Verbindung mit alternativen Antrieben der Busse.
  • Busgrößenanpassungen
  • Bestandswahrung bzw. Erweiterung von Gastankstellen
  • Erhöhung der E-Ladeeinrichtungen für PKW
  • Radwegeverbesserung z.B. der wichtige Bereich der Cappelstraße
  • Neue städtische Fahrzeuge größtmöglichst mit alternativen Antrieben beschaffen

Für die SPD (Thomas Morfeld und Sabine Pfeffer):

  • Bessere und sichere Fahrradwege, Fahrradschnellwege
  •  Bereitstellung von Lastenfahrrädern, rent- a bike , rent an E-bike Stationen, Infrastruktur für Fahrradgaragen und Abstellplätzen
  • Autoarme Innenstadt
  • ÖPNV verbessern , 365 Euro Ticket , samstags kostenlos ausprobieren , Taktung verbessern
  • Infrastruktur von E- Mobilität, CNG Gas und Wasserstoff prüfen und weiterentwickeln
  • Mobilitätshubs schaffen

Für die FDP (Godehard Pöttker):

Die FDP  setzt in Lippstadt bei der Mobilität auf den verstärkten Ausbau von Radwegen in die Stadt und innerhalb der Stadt. Lippstädter nutzen gerne das Rad. Das möchten wir unterstützen.
Mit verbesserten Parkmöglichkeiten, die mit Ladesäulen ausgestattet sind, sollten die Kernstadtverkehre reduziert werden können. Es muss auch endlich der Tangentenbau vollendet werden, um den Durchgangsverkehr aus der Kernstadt zu halten.
Der aktuell stärkste Verkehr in Lippstadt ist 2 Mal am Tag der Pendlerverkehr mit gut 20.000 Pendlern täglich. Dieser sollte CO2 neutral werden, also Einsatz von E-Mobilität und Hybride. Dazu ist es notwendig, Ladestationen auf die Firmenparkplätze zu bekommen. Dazu ist Aufklärung und Umdenken notwendig. Das ist eine gute Aufgabe für die WFL ( Wirtschaftsförderung Lippstadt). In Verbindung mit PV Anlagen auf Firmendächern lassen sich neben der CO2 Vermeidung auch die Fuhrparkkosten erheblich senken. Die aktuellen Fördermaßnahmen helfen zusätzlich den Mitarbeitern, ebenfalls Kosten zu sparen.
Visionär ist die Forderung nach einer H2 Tankstelle in Lippstadt. Damit ließen sich der ÖPNV und ebenfalls Versorgungsfahrzeuge CO2 neutral umstellen. Auch die Unternehmer wären mit eigenen H2 Fahrzeugen an das deutsche H2 Tankstellennetzwerk angeschlossen ( z.Zt. Ca. 100 Tankstellen in Deutschland).
Eine weitere Verbesserung zur Reduzierung von CO2 sieht die FDP in der verbesserten Anbindung der Ortsteile an die Kernstadt durch den ÖPNV.

Für die Linke (Michael Bruns):

Wir wollen Fahrradfreundlichkeit wie in Holland. Fuß- und Radverkehr, Bus & Bahn müssen deutlich attraktiver werden. Wir wollen das Busangebot abends, am Wochenende und für die Ortsteile ausbauen. Es soll ein kreisweites 365-Euro-Ticket (Monatskarte 30 Euro) und Sozialticket für den ÖPNV (Monatskarte 15 Euro ohne Abo-Zwang) geben. Den nahezu autofreien Bereich der Altstadt wollen wir ausweiten und die Querverkehre über die Lange Straße reduzieren. Mehr Tempo 30 zum Schutz der Anwohner*innen

3.) Wo sieht Ihre Partei das größte Potenzial für den Klimaschutz in der Flächengestaltung?

Für die CDU (Peter Cosack und Arne Moritz):

Die CDU setzt sich für mehr Grün in der Innenstadt ein. Bäume brauchen größere Wurzelflächen. Diese kann man aber oben mit Gittern versehen und gleichzeitig dort Fahrradparkplätze oder Sitzgelegenheiten schaffen. In der engen Innenstadt ist stets ein Abwägen zwischen notwendigem Verkehrsraum für alle Verkehrsteilnehmer, Aufenthaltsflächen und Grünflächen zu treffen. Die CDU hat z.B. gefordert auf innerstädtischen Kreisverkehren großkronige Bäume zu pflanzen. Das wurde von anderen Parteien abgelehnt. Die Forderung halten wir trotzdem aufrecht. Die Begrünung der Lange Straße mit Bäumen gestaltet sich äußerst schwierig, weil hier Rettungswege für die Feuerwehr freigehalten werden müssen. Da hilft es auch nicht, wenn ein Baum im Betonkasten steht und die Feuerwehr deshalb nicht mehr durchkommt. Hier sind gute Lösungen gefragt Fassadenbegrünung könnte eine davon sein.

„Blühflächen und Staudenbeete mit intelligentem Pflegemanagement sind ein weiterer Schritt und fördern Aufenthaltsqualität, Insekten und Umwelt“ ergänzt Arne Moritz. Deshalb freue ich mich, dass die CDU genau dies in den Lippstadt-Plan 4.0 aufgenommen hat.

Für die Grünen (Holger Künemund):

  • Flächensparendes Bauen in Neubaugebieten (z.B. durch Reihenhäuser und forcierten Geschosswohnungsbau)
  • konsequentere Festsetzung von Grün in den Bebauungsplänen (keine Schottergärten, begrünte Dächer und Fassaden, Versickerung von Niederschlagswasser)
  • Bestehende Gewerbeflächen optimieren und nutzen, statt großzügig neue auszuweisen
  • Bestehende Baum- und Gehölzbestände von Anfang an in zukünftige Planungen einbeziehen, Alleen und Bäume konsequent schützen
  • den Waldanteil erhöhen

Für die CDL (Axel Bohnhorst):

Hier sollte die Innenstadt von den Ortsteilen lernen. Dort gibt es viele Plätze mit einer hohen Aufenthaltsqualität. Genau dies muss auch in der Stadt gelingen. Hier brauchen wir „grüne Treffpunkte“. Nur über die Steigerung der Aufenthaltsqualität machen wir die Innenstadt attraktiver und sorgen so für mehr leben und Frequenz. Die Gestaltung des Außenbereiches des Quartiers südliche Altstadt (Stadthausneubau) wird ein großes Thema der kommenden Jahre werden.

Für die BG (Hans-Dieter Marche):

Die Umwandlung von Grünflächen in Gewerbegebiete darf nur erfolgen, wenn alle Möglichkeiten zur Gewerbeflächenschaffung ausgeschöpft sind: Gewerbebrachen wieder aktivieren, Gespräche mit Betrieben die Gewerbeland langjährig bevorratet haben, strukturell geeignete Gewerbeimmobilen nicht zu Wohnbauflächen umwandeln, ungenutzte Parkplätze in Rand- und Gewerbegebieten in Gewerbe- oder Grünland umwandeln.  

  • Nicht benötigte Friedhofsflächen (Wandel der Begräbniskultur) zu Gehölzanpflanzungen umwandeln. 
  • Biologische Aktivierung der Ackerrandstreifen

Für die SPD (Thomas Morfeld und Sabine Pfeffer):

Flächenschonende Ausweisung von Gewerbe- und Bauflächen, bei Gewerbegebieten auch mehrgeschossig

  • In Baugebieten moderne Reihen-oder Kettenbebauung, Modulhäuser zulassen
  • Mehr Grünflächen , mehr Diversität : mehr Stauden und weniger einjährige Blumen
  • Ackerränder und Wiesenblumen
  • „Tiny forest „   Projekte schaffen

Für die FDP (Godehard Pöttker):

Die Argumente und Vorschläge der FDP Lippstadt sind hier ein wenig gegenläufig, aber nicht widersprüchlich.
Zum einen unterstützen wir die Nutzung von Brachflächen für die Erzeugung von Strom durch PV Anlagen. Ein gutes Beispiel ist hier der Bereich der alten Kläranlage, und weiterführend die Gebiete direkt am Bahndamm.
Zum anderen hilft es dem Klima, wenn Brachflächen aufgeforstet werden. In diesem Fall stellt sich Lippstadt aus Sicht der FDP recht vorbildlich dar. Die „grünen Lungen“ finden wir gesamten Stadtgebiet. Diese sollten weiter gestaltet und gepflegt werden.

Für die Linke (Michael Bruns):

Wir wollen die Stadt der kurzen Wege mit guter Nahversorgung. Für Gewerbe und Industrie sollen vorrangig Brachflächen genutzt werden. Gewerbebauten sollen, wenn möglich, mehrstöckig gebaut werden. Frischluft-Korridore wie den Weihewinkel und die Rixbecker Feldflur bleiben grün. Hitzeinseln sollen vermieden werden durch mehr Grün und mehr Bäume. Grünbereiche, Biotope und Naturschutzgebiete sind zu vernetzen. Wir sind für naturnahe Grünflächengestaltung und für die Vermeidung von Steingärten.

4.) Welche Möglichkeiten klimafreundlicher Energieversorgung favorisiert Ihre Partei?

Für die CDU (Peter Cosack und Arne Moritz):

Die CDU setzt sich für eine klimafreundliche Energieversorgung in Lippstadt ein. Wir müssen weg von fossilen Energieträgern. Gleichzeitig sollten wir vorhandene Infrastruktur nutzen und z.B. das Erdgasnetz mit erneuerbarem Gas versorgen. Wir brauchen mehr Photovoltaik in der Innenstadt, aber bitte mit Rücksicht auf Denkmalschutz und Stadtbild. Wir müssen die Bürger, aber auch Unternehmen, dafür begeistern in Richtung von erneuerbaren Energien etwas zu tun, und oder Kraft-Wärme-Kopplung wie im CabrioLi zu fördern. Die Stadt mit den Stadtwerken muss da Vorreiter sein, und Ihre Erfahrungen beratend weitergeben. Man muss nicht alles neu erfinden. Gute Ideen in anderen Kommunen dürfen auch kopiert werden. Der Bürger denkt mit.

Für die Grünen (Holger Künemund):

Wir wollen das Lippstädter Solarpotential entschlossener nutzen durch Unterstützung von:

Bürger*innensolaranlagen, Solarthermieanlagen, Beteiligungsprojekten, Mini-Photovoltaikanlagen auf Balkonen, Mieter*innenstrommodellen und dezentralen Speicherlösungen im Zusammenwirken mit den Stadtwerken und der städtischen Wohnungsbaugesellschaft

  • Alle geeigneten städtischen Gebäude und Gebäude der städtischen Gesellschaften sollen mit Solaranlagen ausgestattet werden.
  • Solare Baupflicht bei neuen Bebauungsplänen
  • Unterstützung von Windenergieanlagen als Bürgerwindanlagen

Für die CDL (Axel Bohnhorst):

Wichtig ist die sichere Energieversorgung für die Bürger und die Unternehmen unserer Stadt. Dafür haben wir unsere Stadtwerke! Es macht auch nur Sinn die Energie dort klimafreundlich zu erzeugen, wo es sinnvoll ist (z. B. ausreichend Sonne und Wind da sind) und nicht weil es sich durch Fördergelder betriebswirtschaftlich für Investoren rechnet. Für die Zukunft brauchen wir „transportable Energie“ die klimaneutral erzeugt wurde. Daher brauchen die Energietrassen und für die Mobilität den Wasserstoff. 

Für die BG (Hans-Dieter Marche):

  • Schaffung weiterer Bürgerphotovoltaikanlagen und Bürgerwindanlagen
  • Förderung und Vereinfachung des Anschlusses von standardisierten Kleinstsolaranlagen
  • Anreizförderung von Stromspeichern
  • Kostenloser Einbau von „Smart-E-Zählern“

Für die SPD (Thomas Morfeld und Sabine Pfeffer):

PV Anlagen , da wo möglich , auch Bürger PV Anlagen in der Fläche oder auch auf versiegelten Flächen in der Innenstadt

  • BHKWs, da wo sie Sinn machen , also Wärme und Kälte gebraucht wird
  • Wärmepumpen und Solarthermie , auch immer da wo es Sinn macht, sollte immer im Einzelfall geprüft werden
  • Weitere Beteiligung der Stadtwerke an erneuerbaren Energiefeldern wie Windkraft ( leider in LP nur sehr eingeschränkt möglich ) und Wasser – oder Solaranlagen

Für die FDP (Godehard Pöttker):

Jeder Lippstädter Bürger und jedes Lippstädter Unternehmen kann schon heute bei den Lippstädter Stadtwerken Strom aus regenerativer Erzeugung beziehen. Das ist einfach auf dem Anmeldebogen anzukreuzen, und kostet nur ein paar Zehntel Cent mehr. Hier ist schon heute jeder gefragt!
Zu Ihrer Frage: Aufklärung zu erst, um alle schon angebotenen Möglichkeiten zu nutzen.
Dann geht es natürlich darum, den überschüssigen regenerativen Strom zu speichern. Auch hier sind viele dezentrale Investitionen notwendig.
Von den Stadtwerken wünschen wir uns, dass sie in die H2 Technologien investieren, damit Lippstadt bei der Nutzung von blauem, und vor allem grünen Wasserstoff, so früh wie möglich dabei ist.
Zusätzlich müssen weitere dezentrale Lösungen der Energieerzeugung angedacht werden, z.B. Blockkraftwerke könnten als Brückentechnologie ebenfalls unterstützt werden.

Für die Linke (Michael Bruns):

DIE LINKE setzt auf dezentrale Energiegewinnung aus erneuerbaren Quellen wie Windkraft und Solarenergie in der Hand der Bürger*innen und der Stadtwerke. So können wir Ökostrom für alle erzeugen, zu sozial fair gestaffelten Tarifen. Die Stadtwerke sollen regenerative Energieerzeugung vor Ort und in der Region vorantreiben, so dass ausschließlich grüner Strom aus der Region angeboten wird. Aufgrund von Speichermöglichkeiten und flexibler Steuerung ist auch Bioenergie (BHKW) erforderlich.

Bekommt Lippstadt einen Klimamanager?

Im Juni hat Anke Victor und Wolfgang Hellhake vor dem Haupt und Finanzausschuss, der gegenwärtig als Pandemierat tagt, das Konzept eines Klimamanagers vorgestellt. Es gab eine breite Unterstützung zu diesem Vorstoß von den Grünen, der SPD, den Linken und der BG, aber auch Bedenken von der CDU und der CDL. Nun soll im Herbst bei der Diskussion des Stellenplans das Thema erneut aufgegriffen werden. Leider rennt dem Klima die Zeit weg. Zeit die wir brauchen, um Maßnahmen auch umzusetzen, bevor sie wirken können. Zeit, die wir im Kampf gegen die Klimakatastrophe nicht haben.

Konzept des Klimamanagers

Fakt ist, dass die Lippstädter Klimaziele nicht mit dem Pariser Klimaabkommen übereinstimmen und die Meinungen der Parteien bei diesem Thema sehr weit auseinander liegen. Wir brauchen ein Konzept für diese Aufgabe, denn nur wenn wir klare Ziele und Visionen haben, kann die Stadtverwaltung und die Engagierten in Lippstadt daran arbeiten. Welche Energie frei gesetzt wird, wenn sich alle einig sind, kann man derzeit sehr schön in Soest sehen. Klimatechnisch ist Soest ein Vorbild für Lippstadt. Sie sind uns viele Schritte voraus.

Lippstädter Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl 2020

Folgender Brief ging per E-Mail vor einigen Wochen im gleichen Wortlaut an alle Parteien, die sich in Lippstadt der Kommunalwahl stellen. Ebenso erhielten die beiden Bürgermeisterkandidaten unsere Anfrage. Bis zum 25. Mai hatten alle Parteien mit Ausnahme der BG und der AFD auf das Schreiben geantwortet. Von den beiden Bürgermeisterkandidaten kam keine Reaktion.

Sehr geehrte Damen und Herren,

das Pariser Klimaschutzabkommen gibt vor, dass die Klimaerwärmung von max. 1,5° nicht überschritten wird. Um auch auf lokaler Ebene zu diesem globalen Ziel beizutragen, hat der Rat der Stadt Lippstadt im Sommer 2019 den Klimanotstand ausgerufen. Die Menschen zeigen in der Corona-Krise eine enorm große Solidarität und vor allem eine große Einsicht in die getroffenen Maßnahmen. Darin liegt auch ein großes Vertrauen in die Politiker, das lange nicht mehr so wahrgenommen wurde.

Die großen Herausforderungen zur Bewältigung der Krise und damit verbundene Erwartungen liegen noch vor uns. Die Klimakrise als noch größere und bedrohlichere Herausforderung verlangt ebenfalls nach genauso entschlossenem Handeln. Hier müssen alle solidarisch an einem Strang ziehen. Wir möchten den Dialog zu diesem wichtigen Thema zwischen den Parteien und den Bürgerinnen und Bürgern in den nächsten Monaten fördern, deshalb schicken wir Ihnen im Rahmen einer Kampagne, die wir „Wahlprüfsteine zur Kommunalwahl“ nennen, einen ersten Fragebogen. Dieser Fragebogen geht nicht nur Ihrer Partei, sondern allen im Rat der Stadt Lippstadt vertretenen Parteien zu.

Im Fokus steht dabei die Frage, mit welchen konkreten Maßnahmen Sie die mit dem Klimanotstand verbundenen Ziele (z.B. CO² Einsparungen) erreichen wollen und welche Auswirkungen das für die Bürgerinnen und Bürger hat. Uns interessiert, welche Chancen Sie als Partei in den anstehenden Veränderungen sehen und wie der notwendige soziale Ausgleich sichergestellt werden kann. Ziel ist es, im Lokalen deutlich zu machen, wie Ihre Partei diese Herausforderungen angehen will. Der Ablauf: Der anhängende Fragenkatalog wird an alle derzeit im Rat befindlichen Parteien verschickt. Die Antworten werden sowohl auf unserer Webseite www.klimanetzwerk-lippstadt.de veröffentlicht wie auch der Redaktion der Tageszeitung „Der Patriot“ zur Veröffentlichung übergeben. Unser Ziel ist es, durch die unterschiedlichen Antworten zu veranschaulichen, wie die verschiedenen Parteien den Lippstädter Weg zur Klimaneutralität gestalten möchten. In einem zweiten Schritt möchten wir im Rahmen einer weiteren Fragerunde in wenigen Wochen einzelne Aspekte vertiefen.

Zur Terminplanung: Bitte senden Sie uns Ihre Antworten bis Montag, 18.5.20 zurück per E-Mail.Um Lesbarkeit und Vergleichbarkeit zu gewährleisten, müssen wir die Beantwortung je Frage auf maximal 500 Zeichen begrenzen. Bei Rückfragen stehen wir Ihnen gern zur Verfügung.

 Bitte beantworten Sie die folgenden 4 Fragen mit maximal 500 Zeichen:

  1. Wir als Bürger erwarten von den Parteien, die sich zur Wahl stellen, dass sie ihre unsachlichen und oft persönlichen Streitereien – auch im Rat – beiseite stellen. Vielmehr könnten Lösungen in Form von Kooperation gesucht werden. Alle Parteien sollten ihre Vorschläge einbringen und daraus gute Ergebnisse erzielen unter weitestgehender Berücksichtigung aller Interessen. Damit könnten die Sacharbeit und die Suche nach sachlichen Lösungen im Mittelpunkt stehen. Können Sie sich eine solche Arbeit vorstellen? Wie könnte sie aussehen? Welche Dialogkultur ist Ihnen wichtig?

Für die BG (Hans-Dieter Marche):

Die von Ihnen vorgeschlagene Form der politischen Zusammenarbeit ist mittlerweile grundsätzlich unser Leitsatz. In früheren Jahren haben wir uns dem im Rat oder den Ausschüssen oft praktizierten Weg der persönlichen Angriffe angepasst oder einfach nur gespiegelt. Da wir dies zwar als einfach aber sinnlos empfunden haben, legen wir unseren Schwerpunkt seit längerer Zeit auf Sachargumentation. Ohne Schulmeisterei zu betreiben! Wichtigster Grundsatz: erst einmal zuhören und vergleichen mit dem eigenen Standpunkt. Viele Akteure sind einfach nur brüskiert, dass die andere Gruppe die gleiche Idee hatte, nur halt schneller war oder sie besser „verkauft“ hat. Was man (auch wir!) täglich lernen muss ist, dass man mit einer anderen Meinung aus einer Sitzung herauskommen kann, als man vorher hineingegangen ist! Hat man diese Erfahrung verinnerlicht, ist eine sachgerechte Dialogkultur Automatismus.

Wir können von Seiten der BG niemanden zu dieser Kultur zwingen (Erinnerung „Schulmeistern..) wohl versuchen wir, diese Dialogkultur strikt zu leben und hoffen auf Mitmacher…

Für die CDU (Markus Patzke):

Demokratie bedeutet für uns, das Ringen um die beste Lösung mit allen demokratischen Kräften in unserer Stadt. Das beinhaltet, dass wir alle unterschiedliche Positionen vertreten, aber dass wir uns mit den Positionen der anderen auseinandersetzen, aber auch, dass wir uns an der Sache orientiert streiten. Am Ende dieses demokratischen Prozesses stehen dann bestmöglichen Lösungen im Interesse des gemeinsamen Anliegens. Diese Dialogkultur ist für uns nicht neu, wir pflegen Sie in Lippstadt seit langem und wollen das auch so fortsetzen.

Für die CDL (Axel Bohnhorst):

Politik ist das Ringen um die besten Lösungen. Dabei müssen viele Faktoren abgewogen werden. Durch die Lippstädter GroKo ist in den letzten Jahren die Diskussionskultur verlorengegangen, da im Vorfeld hinter den Kulissen schon vieles abgestimmt war. Wir als CDL stehen für parteiunabhängige und sachbezogene Politik.

Für die SPD (Leonie Stotz):

Grundsätzlich sind wir für lösungsorientierte Gespräche und konstruktive Zusammenammenarbeiten immer offen. Dabei ist und ein wertschätzender Umgang mit allen Beteiligten äußerst wichtig. Für die Arbeit im Rat braucht es neben Experten auch unterschiedliche Meinungen, davon lebt Demokratie, man darf in der Diskussion aber nicht das Ziel aus den Augen verlieren, welches wir uns mit dem Klimanotstand gesetzt haben. Wir erwarten von allen am Prozess Beteiligten Personen eine konstruktive Zusammenarbeit. Gespräche können dabei in Workshops nach „SWAT“ Methode o.ä. geführt werden. Auf geeinigte Maßnahmen muss eine Evaluation und ggf. eine Anpassung folgen.

Für die FDP (Godehard Poettker):

Zusammenarbeit und Dialog im Rat der Stadt Lippstadt sind für die FDP Lippstadt elementarer Bestandteil der aktiven Meinungsfindung. Das war und ist gelebte Demokratie, und muss auch so bleiben.
Wir sehen uns bei jedem ökonomischen und ökologischen Vorschlag zur Effizienzverbesserung mit in der Diskussion und auch in der Verantwortung. Für ideologische Augenwischereien stehen wir nicht zur Verfügung. Unser Leitgedanke wird heißen: „Anreize statt Verbote“!

Für die Grünen (Holger Künemund):

Eine von gegenseitigem Respekt geprägte Dialogkultur ist absolut wichtig und bildet die Grundvoraussetzung für eine lösungsorientierte und konstruktive politische Zusammenarbeit. Genauso wichtig ist, dass die zu einem Thema vorhandenen Erkenntnisse und Informationen im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Gute Entscheidungen beruhen zudem auf transparenter ausreichender Sachinformation, die im Vorfeld erforderlich ist. Entscheidungen sollten dann am Ende dieses Dialogprozesses auf Augenhöhe stehen, bei dem alle Argumente sorgsam geprüft und abgewogen wurden.

Für die Linke (Michael Bruns):

Wir haben eine kleine Fraktion und versuchen immer, dass unsere Vorschläge andere überzeugen und setzen uns sachlich mit Vorschlägen anderer auseinander. Im Wahlkampf werben wir aber für unser Programm. Es waren nicht alle im Rat für den Klimanotstand. Die aktuellen Klimaziele sind unzureichend. Leider bleibt das Solar-Verbot in der City. Wir wollen mehr Fahrradfreundlichkeit, mehr Bus und mehr erneuerbare Energien. Wir werben für einen sozial-ökologischen Wandel. Dafür braucht es Mehrheiten.

2. Die Zivilgesellschaft engagiert sich wie seit langem nicht. Sind Sie bereit, die Zivilgesellschaft in die Gestaltung der Stadtzukunft konsequent einzubeziehen? Wie kann dieses Einbeziehen für Sie aussehen?

Für die BG (Hans-Dieter Marche):

Die Einbeziehung der Bürger ist für uns die zwingende Voraussetzung, damit nicht noch häufiger der Satz zu hören ist: „Hat ja doch keinen Sinn, die Politik macht sowieso, was sie will!“. Wir als BG sehen nur eine Lösung in mehr aktiver Bürgerbeteiligung. Wesentlich weitergehender als bisherige Bürgeranhörungen als Alibiveranstaltung usw. Es wird in einer Versammlung etwas vorgestellt, was sich entwickeln muss! Und dafür sind Folgever-sammlungen erforderlich, die es nicht gibt. Ideen müssen sich entwickeln können. Es ist sicherlich anstrengend für Politiker und Stadtverwaltung, es ist aber eine echte Chance, Bürger für die aktive Stadtgestaltung und -entwicklung zu gewinnen! Nicht nur in der Wahlzeit…

Für die CDU (Markus Patzke):

Wir sind froh, dass sich die die Zivilgesellschaft in dieser wichtigen Frage engagiert, ihre Einbeziehung in den demokratischen Prozess der Meinungsbildung ist für uns selbstverständlich. Deshalb haben wir als CDU-Stadtverband ein Gespräch mit FFF Lippstadt geführt und deshalb sind wir auch im Klimabündnis Lippstadt vertreten. Das gehört zum grundgesetzlichen Auftrag an die Parteien, bei der politischen Willensbildung mitzuwirken, dazu. Die Dialogplattform des Klimabündnisses halten wir für geeignet, unterschiedliche Meinungen zu bündeln, die in den demokratisch gewählten Gremien der Stadt zu entscheiden sind.

Für die CDL (Axel Bohnhorst):

Ja, das ist richtig. Im September ist Kommunalwahl und Kommunalpolitik ist Engagement vor Ort. Wir als CDL sind an keine generellen Beschlüsse einer Partei gebunden. Wir sind vor Ort, wir sind unabhängig. Bei uns kann sich jeder Interessierte gern einbringen und engagieren.

Für die SPD (Leonie Stotz):

Die Zivilgesellschaft spielt eine wichtige Rolle bei der Maßnahmenplanung und  Umsetzung. Stehen Verständnis für Veränderungen doch an erster Stelle um eine breite Akzeptanz für diese zu schaffen. Das Klimabündnis in Lippstadt, sowie weitere Personen, mit Ideen und Anregungen leisten dazu einen sehr wertvollen Beitrag. Daher würden wir uns einen „Runden Tisch“  wünschen,  Kommunikation spielt dabei eine wichtige Rolle. Neuen Gesprächsformen, wie oben beschrieben, stehen wir offen gegenüber. 

Für die FDP (Godehard Poettker):

Das Thema „Klima und Umwelt“ geht jeden an. Daher begrüßen wir das Engagement aller Gruppen und Interessenverbände in den Bereichen Umwelt und Klima, die sich im gesetzlichen Rahmen bewegen. Durch Engagement und Medienpräsenz erhält das Thema „Klima und Umwelt“ die hohe Aufmerksamkeit, die notwendig ist, um Veränderungen herbeizuführen. Politik muss den Ausgleich zwischen „Klima und Umwelt“ und den anderen gesellschaftsrelevanten Themen, auch hier in Lippstadt, finden. Alle Fraktionen sind aufgerufen, sich mit den aktiven Gruppen, aber auch mit den Experten auszutauschen. Das zusammen schafft die Grundlage, um Entscheidungen zu erarbeiten. Dazu möchten wir als FDP Lippstadt alle engagierten Bürger einladen, in unserer Fraktion diesen Prozess verantwortlich mit zu gestalten.

Für die Grünen (Holger Künemund):

Eine Umweltpolitik zur Bewältigung der Klimakrise  kann nur erfolgreich sein, wenn es gelingt, einen möglichst großen Teil der Stadtgesellschaft zu aktiven Mitstreitern für den kommunalen Klimaschutz zu machen. Hierzu sollten mehr Informations- und Dialogveranstaltungen zu wichtigen Klimathemen angeboten werden. Wobei es darauf ankommen wird, die Bürger nicht nur anzuhören und zu informieren, sondern sie zu beteiligen. Die unmittelbare Beteiligung an Entscheidungsprozessen, u.a. durch Bürgeranträge lt. §24 GO, wollen wir hierbei unterstützen.

Für die Linke (Michael Bruns):

Wir sind ansprechbar. Wir weisen auf die Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten hin und wollen diese verbessern. Es soll einen Ausschuss für Bürgerbeteiligung gebildet werden. Es soll aktive Befragungen, Projekte und Workshops geben. Sozial Benachteiligte und Berufstätige müssen aktiv einbezogen werden. Das Klimabündnis soll Aktivitäten für den Klimaschutz voranbringen, aber auch politische Entscheidungen befördern. Mitglieder von uns machen nach Möglichkeit im Klimabündnis und im Klimanetzwerk mit.

3. Die EU und Deutschland wollen bis 2050 klimaneutral sein, deutsche Städte mit ambitionierten Klimazielen sind Düsseldorf, München und Gießen, die bis 2035 die Klimaneutralität erreichen wollen. Welche Ziele möchte Ihre Partei in der kommenden Legislatur für die Klimaneutralität in Lippstadt vorgeben?

Für die BG (Hans-Dieter Marche):

Wir sind den Weg gegangen, in Lippstadt den Klimanotstand auszurufen. Elementarer Baustein ist es, jede politische Entscheidung in den Ausschüssen oder im Rat auf seine Klimaauswirkungen kritisch zu prüfen! Das vermissen wir z.Z. und sehen dies als eine unserer Hauptaufgaben. Aktuelles Beispiel ist die Neugestaltung des Güterbahnhofsgeländes. Beton und Asphalt wie schon immer, mit ein paar Streifen für „da vor sich hin kümmerndes Grün“! Ganz zu schweigen vom  Riesenparkhaus und der beheizten Stadthauseingangshalle über 3 Etagen!

Für die CDU (Markus Patzke):

Wir wollen in Lippstadt den European Energy Award-Prozess fortsetzen. Dazu gehören z.B. die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf moderne LED-Technik, die Klimaschutzsiedlung Goethestraße und vieles mehr.

Für die CDL (Axel Bohnhorst):

Hier stehen wir am Anfang des Weges. Das wichtigste Ziel ist der offene Wettstreit um die besten Ideen. Der wichtigste Schritt ist dabei die Berücksichtigung und die Abwägung verschiedener Interessen. So werden wir zu Entscheidungenkommen, die auf einer breiten Basis stehen und so die Akzeptanz für den Klimaschutz bei den Bürger/innen erhöhen. Das heißt nicht, dass jedes Projekt klimaneutral wird oder bei jeder Investition das Maximum für den Klimaschutz ausgegeben wird. Es geht um das Machbare.

Für die SPD (Leonie Stotz):

Lippstadt leistet schon viel für den Klimaschutz, wir sind der Meinung, da geht noch mehr. Das neue Stadthaus steht in puncto Klimaneutralität bei uns ganz oben auf der Agenda. Wenn ein neues, großes und wichtiges städtisches Gebäude errichtet wird, sollte nach unserer Meinung darauf geachtet werden, Klimaneutralität anzustreben. Dass dies nicht immer gelingt, darf Ambitionen nicht ausbremsen. Wir haben in unserem Wahlprogramm, in dem vor allem unsere jungen Genossinnen und Genossen zu Wort kommen,  viele Ideen  und Forderungen formuliert, um Lippstadt zu einem Vorreiter in  Sachen Klima- und Umweltschutz zu machen. Ob diese Ideen und Maßnahmen durchgeführt werden können, entscheidet aber am Ende der neugewählte Stadtrat. Wir hoffen, dass sich viele diesen Vorschlägen anschließen können und wir damit in eine klimafreundliche Zukunft starten.

Für die FDP (Godehard Pöttker):

Die FDP Lippstadt findet es notwendig, zuerst zu definieren, was Klimaneutralität in Lippstadt umfassen soll. Versorgung öffentlicher Gebäude? Privathaushalte? Unternehmen? ÖPNV? Pendlerverkehre? Weiteres? In wie weit müssen Verwaltung, Unternehmen und Private zusammenarbeiten? Was kann auf kommunaler Ebene entschieden werden? Was nicht? Wir sollten diese Definition mit den Parteien und Gruppen festlegen. Danach wird sich ein Handlungsplan entwickeln lassen.

Für die Grünen (Holger Künemund):

Mit dem Ausrufen des Klimanotstandes verbinden wir, wie u. a. auch die Städte Düsseldorf und Bonn, das ehrgeizige Ziel, in Lippstadt bis 2035 klimaneutral werden zu wollen. Dies auch deshalb, weil die Kommunen eine entscheidende Größe beim Klimaschutz sind. Sie entscheiden über fürs Klima relevante Bereiche wie die Bebauung und die Verkehrsentwicklung. Wir wollen die Klimaziele als Aufgabe von höchster Priorität behandelt wissen mit dem Ziel, den Klimawandel einzudämmen. Klimaschutz soll bei den politischen Entscheidung immer mit berücksichtigt werden.

Für die Linke (Michael Bruns):

Unsere Politik ist sozial, ökologisch und am 1,5 Grad-Ziel orientiert. Demnach müsste in den 2040er Jahren Klimaneutralität erreicht werden. Die bisherigen Klimaziele der Stadt sind unzureichend insbesondere beim Verkehrsmix. In der kommenden Wahlperiode 2020-2025 sollte so viel wie möglich getan werden um die Treibhausgasemissionen nachhaltig zu reduzieren. Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen! Die Maßnahmen sind entscheidend: Auf jedes geeignete Dach eine Solaranlage!

4. Nennen Sie bitte drei Bereiche, in den Sie das größte Potenzial für den Klimaschutz in Lippstadt sehen.

Für die BG (Hans-Dieter Marche):

Überarbeitung des gesamten Mobilitätskonzeptes  

Aufstellung von Beratungskonzepten für die Grüngestaltung der öffentlichen und privaten Flächen. Abwendung von dem jetzigen Weg, örtlichen Klimaschutz durch Verbotskultur zu erreichen!

Jegliche Entscheidungen in den politischen Gremien auf Verbesserung des Klimaschutzes hin zu prüfen (Thema Klimanotstand).

Für die CDU (Markus Patzke):

Es gibt eine Reihe von Potentialen, hier drei exemplarisch:

  1. Änderung des Verkehrsmix durch Attraktivitätssteigerungen (z.B. für Fahrradfahrer und Unterstützung alternativer Antriebsarten wie Autogas, das seit 2019 in Lippstadt zu einhundert Prozent Biogas ist oder mehr E-Tankstellen) und Umsetzung des klimafreundlichen Mobilitätskonzepts.
  2. Unterstützung und Beratung privater Bauherren bei der klimafreundlichen Umsetzung ihrer Bauvorhaben.
  3. Beachtung klimaschonender Maßnahmen bei allen städtischen Bauprojekten (z.B. Stadthausneubau aber auch Sanierungen).

Für die CDL (Axel Bohnhorst):

Es gibt nicht die drei Bereiche. Grundsätzlich gilt: Klimaschutz ist wichtig und er sollte bei jeder relevanten Entscheidung mit betrachtet werden.

Für die SPD (Leonie Stotz):

1. Wir sehen die HSHL als große Chance, Studierende und Wissenschaftler in Zukunft in die Entwicklung von modernster Technik mit einzubeziehen. Neue Kooperationen sind begrüßenswert.

2. Ambitionen zu einer fahrradfreundlichen Stadt mit reduziertem Innenstadtverkehr für KFZ müssen verstärkt beachtet werden. Deshalb haben wir seit mehreren Jahren auch eine AG, „Vorfahrt fürs Fahrrad“ die sich für die Belange von Radfahrern einsetzt

3. Die Errichtung und Erweiterung von Industriegebieten bietet ebenfalls viel Potential, freie Flächen für Solar z.B. zu nutzen. Diese Chance sollten wir ergreifen.

Für die FDP (Godehard Pöttker):

– Unterstützung von Installation regenerativer Energiequellen in vielen kleinen und dezentralen Maßnahmen, incl. Repowering.
– Unterstützung und Förderung der H2 Technologien.
– Anreize und Motivationen zur Energievermeidung und Energiereduzierung, in öffentlichen, unternehmerischen und privaten Bereichen.

Für die Grünen (Holger Künemund):

Kommunal relevante Bereiche sind die Bebauung, die Energieversorgung und der Verkehr. In Baugebieten wollen wir Kollektoranlagen, Solarstrom, Dachbegrünung und Energieeffizienz vorsehen und insgesamt die Stadtklimatologie durch mehr lebendiges Grün und Bäume stärken. Beim Verkehr setzen wir auf bessere Bedingungen für den Radverkehr und den öffentlichen Personenverkehr. Als Potential im Energiebereich sehen wir Solarstromanlagen auf Kommunalgebäuden und Solarförderprogramme der Stadtwerke (z.B. für Mieterstrom) sowie energieeffiziente Sanierungen und Neubauten der Stadt.

Für die Linke (Michael Bruns):

Die Bereiche Energie, Verkehr und Wohnen sind die größten Potentiale. Die Möglichkeiten für Solarenergie auf Dächern und im Freiland sowie das Windkraftpotential sind bisher kaum ausgenutzt. DIE LINKE will den Ausbau erneuerbarer Energien vor Ort und soziale Stromtarife. Wir wollen Fahrradfreundlichkeit wie in Holland, den Ausbau des Busverkehrs und kostenlosen ÖPNV. Wir wollen bezahlbares Wohnen für alle: Leerstände, Baulücken und verträgliche Nachverdichtungsmöglichkeiten müssen genutzt werden.

Corona und Klima: Von der Krisenbewältigung lernen

Es ist schon enorm, was möglich ist, wenn der Ernst der Situation erkannt wird. Die Krisenbewältigung bei Corona hat eine Geschwindigkeit erreicht, die ein Vorbild für die Klimakrise sein kann.

Wir wissen, dass die Krisen nur bewältigt werden können, wenn verschiedene emotionale Zustände durchlaufen werden. Bei der Coronakrise konnte man dies sehr gut beobachten. Das „Erkennen“ der Krise war mit Angst gekoppelt. Nach Verdrängung (wird schon nicht zu uns kommen) und Hysterie (die Chinesen sind schuld) kamen wir in Deutschland sehr schnell in die Phase des „Anerkennens der Krise“. Dieser Schritt ist enorm wichtig, erst wenn wir die Krise anerkennen, können wir uns schuldig fühlen und uns selbst verpflichten. Die Deutschen haben eindrucksvoll gezeigt, dass sie fähig sind, mit der Aufgabe des social distancing und den Hygienevorschriften umzugehen. Sie haben die Informationen der Wissenschaftler verstanden und akzeptiert und haben schon vor dem Shutdown sich danach verhalten.

Die Gefahr für die Gesundheit und die Systeme war so sichtbar, dass die Menschen die Verhaltensänderung ohne Meuterei umsetzen konnten. Seltsamerweise sind es teilweise die Verhaltensänderungen, die wir für die Klimakrise auch brauchen, z.B. den Verzicht auf weite Fernreisen, auf Kreuzfahrten und die Fahrt zur Arbeit, wenn man die Arbeit genauso gut auch im Homeoffice erledigen kann.

Momentan leben wir in einer Phase mit Corona und nicht nach Corona. Das geänderte Verhalten muss sich noch festigen und wir können die Chance jetzt nutzen, darüber nachzudenken, was von der alten Normalität wir eigentlich wieder haben wollen. Es wird eine neue Normalität nach Corona geben. Jetzt ist die Zeit für einen Wendepunkt in Lippstadt. Wir brauchen einen breiten Kommunikationsprozess.

Was ist nicht so gut gelaufen in den letzten 8 Wochen?
Was vermisst ihr?
Was schätzt ihr?
Was wollen wir erhalten?

In die Phase der „Transformation“ kommen wir, wenn die Selbstverpflichtungen überwunden sind und wir uns sagen: Ich will und ich werde mein Verhalten ändern. Wenn wir voller Überzeugung anerkennen, dass es für uns und die Welt das Beste ist.

Wir freuen uns auf diese Phase des Prozesses. Es ist eine kreative Phase und braucht die ganze Gesellschaft. Das Klimanetzwerk Lippstadt bringt sich hier mit Leidenschaft ein.

Bildquelle: Dörle Hovermann

Zusammenarbeit geht virtuell weiter

Stimmungsbild des Klimanetzwerkes

Das Klimanetzwerk hat auch in Coronazeiten eine virtuelle Form der Zusammenarbeit gefunden. So trafen sich einige Teilnehmer des Klimanetzwerkes zur Zoomkonferenz und erarbeiten die nächsten Schritte des Netzwerkes. Die Klimakrise ist durch die Coronakrise ja nicht aufgehoben. Wir müssen lernen mehrere Bälle in der Luft zu halten und uns auf das zu fokussieren, dass gerade an der Zeit ist und möglich ist. Dabei haben wir festgestellt, dass einige Arbeitsgruppen gerade wegen Corona nicht viel ausrichten können, z.B. ist die Müllvermeidungsgruppe aufgrund von Hygienevorschriften ziemlich ausgebremst. Aber die Flächengestaltungsgruppe hat einige Dinge aufgetan, die man jetzt schon anregen muss, denn es gibt auch wieder eine Zeit nach Corona.

Außerdem wollen wir den Kontakt mit der Stadt Lippstadt wieder suchen, damit wir die Gunst der Stunde nutzen können. Es gibt für große Veränderungen einen günstigen Zeitpunkt. Diesen Zeitpunkt nennt man Kairos. Es ist der Zeitpunkt, in der die Welt stillsteht und sicher Geglaubtes in Frage gestellt werden kann. Genau diesen Zeitpunkt haben wir heute. Wir müssen uns überlegen, in welcher Zukunft wollen wir leben und jetzt die richtigen Entscheidungen treffen.

Wir setzen dabei auf Nachhaltigkeit und ein gutes Miteinander.

Messerückblick

Vielen Dank an unseren Kameramann Siegfried Pausder für den schönen Erinnerungsfilm. Es war eine Menge los auf unserer ersten Klimanetzwerkmesse.
Aber sehen Sie doch selbst.