Tag des offenen Heizungskeller- Lippstadt ist wieder dabei


Veranstaltung Tag des offenen Heizungskellers
Datum Samstag, 21. November 2026
Ort Dezentral vor Ort bei privaten Gastgebern in Lippstadt & Umgebung
Anmeldung Ab sofort online unter tagdesoffenenheizungskellers.de

Anpacken für die Wärmewende: Am 21. November findet der „Tag des offenen Heizungskellers“ statt!

Theorie ist gut, Praxiserfahrung ist besser: Am Samstag, den 21. November 2026, öffnet der bundesweite „Tag des offenen Heizungskellers“ Türen direkt in unserer Nachbarschaft.

Die Aktion der Klimainitiative LocalZero bringt Menschen, die über eine Neuanschaffung nachdenken, mit denjenigen zusammen, die eine Wärmepumpe bereits erfolgreich nutzen. Um möglichst vielen Interessierten aus Lippstadt und der Region einen ehrlichen, praxisnahen Einblick zu ermöglichen, suchen das Klimanetzwerk Lippstadt und die Gruppe Energie im Klimabündnis ab sofort engagierte Gastgeberinnen und Gastgeber.

Warum Ihre Erfahrung jetzt zählt

Viele Eigenheimbesitzerinnen und -besitzer stehen bei der Wärmewende vor ganz konkreten Fragen:

  • Wie laut ist die Außeneinheit im Betrieb wirklich?
  • Funktioniert eine Wärmepumpe auch im Altbau ohne Fußbodenheizung?
  • Wie schlägt sich die Anlage im echten Winterbetrieb bei Minusgraden?

Die fundiertesten und ehrlichsten Antworten darauf geben diejenigen, die den Schritt bereits gewagt haben!

„Nichts nimmt Berührungsängste so effektiv wie das persönliche Gespräch auf Augenhöhe und der Blick auf eine funktionierende Anlage in der Praxis. Wer bereits mit einer Wärmepumpe heizt, verfügt über unschätzbares Alltagswissen. Mit einer Teilnahme als Gastgeber helfen Sie Nachbarinnen und Nachbarn, fundierte Entscheidungen für die eigene Heizungsmodernisierung zu treffen.“

So einfach machen Sie als Gastgeber mit

Die Teilnahme ist unkompliziert und flexibel, betont Anke Victor vom Orga-Team:

  1. Registrieren: Melden Sie sich auf der zentralen Plattform offenerheizungskeller.de an.
  2. Zeiten festlegen: Sie bestimmen selbst, in welchem Zeitfenster Sie am 21. November Besuch empfangen möchten und wie viele Personen gleichzeitig kommen können.
  3. Leitfaden nutzen: Ein vorbereiteter Leitfaden unterstützt Sie optimal bei der einfachen Vorbereitung vor Ort.

Für Interessierte

Du erlebst die steigenden Gas- und Heizölpreise und merkst, dass du in die „Gaskostenfalle“ läufst? Dann blockier dir schon mal den 21.November 2026 und sieh dir an, wer eine Führung durch seinen nicht fossilen Heizungskeller anbietet. Vielleicht ist die Immobilie dabei, die mit deiner vergleichbar ist und du trag dich als Besucher oder Besucherin ein. offenerheizungskeller.de

Erfolgreicher Protest: Der ICE nach München kehrt am 13. Dezember zurück!

Großer Erfolg für die Region: Die direkte Fernverkehrsanbindung nach Süddeutschland ist gerettet. Ab dem 13. Dezember 2026 hält der ICE 1223/1224 wieder regulär in Lippstadt und verbindet Ostwestfalen und das Ruhrgebiet umstiegsfrei mit München.

Nachdem die Streichung der Verbindung im Jahr 2026 eine spürbare Lücke für Pendler, Geschäftsreisende und Familien hinterlassen hatte, startete Anke Victor auf WeAct (Campact) die Online-Petition „ICE 1223/1224 Oberhausen–München erhalten – für den ländlichen Raum“.

Bürgerengagement zeigt Wirkung

Die Initiative stieß auf eine gewaltige Resonanz:

  • Rund 13.000 Menschen unterzeichneten die Petition.
  • Breiter politischer Rückhalt: Zahlreiche Landtags- (MdL) und Bundestagsabgeordnete (MdB) schlossen sich der Forderung an.

Gemeinsam machten Bürger und Politik der Deutschen Bahn unmissverständlich klar, dass die Verkehrswende auch den ländlichen Raum verlässlich einbinden muss. Der Einsatz zeigte Wirkung: Die Entscheidung wurde revidiert.

„Dass fast 13.000 Menschen und die Politik gemeinsam Kante gezeigt haben, hat den Ausschlag gegeben“, so Petitionsinitiatorin Anke Victor. „Nach einem Jahr, in dem wir den Zug schmerzlich vermisst haben, zeigt dieser Erfolg: Bürgerengagement wirkt!“

Ab dem 13. Dezember heißt es in Lippstadt nun endlich wieder: „Einsteigen bitte – direkt nach München!“

Klimaschutz im Schulterschluss

Klimaneutralität 2040, starke Partnerschaften und datenbasierte Strategien – das Klimanetzwerk Lippstadt geht den nächsten konsequenten Schritt. Im Rahmen einer intensiven Strategietagung traf sich das Kernteam mit der bundesweit aktiven Initiative LocalZero, um die Zusammenarbeit auf ein neues Level zu heben. Das Ziel ist klar: Lippstadt auf dem Weg zur Klimaneutralität bis 2040 wirkungsvoll begleiten.

Was bei diesem Treffen deutlich wurde: Das Klimanetzwerk Lippstadt professionalisiert seine Arbeit spürbar – strukturiert, strategisch und mit einem starken Partner an der Seite.


Klimaneutralität 2040: Gemeinsam mehr erreichen

Sowohl das Klimanetzwerk Lippstadt als auch LocalZero verfolgen ein gemeinsames Ziel: Kommunen auf ihrem Weg zur Klimaneutralität fundiert und praxisnah zu unterstützen.

Die Strategietagung zeigte eindrucksvoll, wie gut sich lokale Verankerung und externe Expertise ergänzen. Während das Klimanetzwerk tief in der Stadtgesellschaft verwurzelt ist, bringt LocalZero umfassende Erfahrung, bundesweite Vergleichsdaten und fachliche Expertise ein.

Das Ergebnis: Mehr Schlagkraft für den Klimaschutz in Lippstadt.


Vier Synergiefelder für mehr Wirkung im Klimaschutz

In dem konstruktiven und motivierenden Austausch wurden vier zentrale Bereiche identifiziert, in denen die Zusammenarbeit besonders großes Potenzial entfaltet:

1. Daten- und Analysearbeit: Klimaschutz auf belastbarer Grundlage

Ein zentrales Thema war die datenbasierte Bewertung von Klimaschutzmaßnahmen. Besonders spannend: die Gegenüberstellung der Maßnahmensteckbriefe des Klimanetzwerks mit den Top-Maßnahmen von LocalZero.

Welche Maßnahmen bringen tatsächlich die effektivsten CO₂-Reduktionen?
Welche Strategien haben sich andernorts bewährt?

„Bei diesen Themen eröffnen sich für uns effektivere Methoden und Daten, die unsere zukünftigen Forderungen auf eine noch bessere Datenbasis stellen“, betont Sprecherin Anke Victor.

Damit wird klar: Das Klimanetzwerk argumentiert künftig noch fundierter, faktenbasierter und strategischer – ein deutlicher Schritt in Richtung Professionalisierung.


2. Bürgerbeteiligung und Aktivierung: Klimaschutz wird gemeinschaftlich

Klimaschutz lebt vom Mitmachen. Die Zusammenarbeit mit LocalZero eröffnet neue Ansätze zur Aktivierung von Bürgerinnen und Bürgern sowie zur strukturierten Beteiligung.

Ein gelungenes Beispiel ist der „Tag des offenen Heizungskellers“ im vergangenen Herbst. Über 60 Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer informierten sich vor Ort über klimafreundliche Heizlösungen. Diese erste Kooperation zeigte bereits, wie erfolgreich gebündelte Kompetenzen wirken können.


3. Projektentwicklung und Finanzierung: Vom Konzept zur Umsetzung

Klimaschutz braucht nicht nur gute Ideen, sondern auch tragfähige Projekte und solide Finanzierungskonzepte. Hier bringt LocalZero zusätzliche Expertise ein – etwa bei der strategischen Planung von Maßnahmen oder bei der Identifikation von Fördermöglichkeiten.

Das Klimanetzwerk Lippstadt erweitert damit sein Kompetenzprofil deutlich: von der engagierten Initiative hin zum strategisch arbeitenden Partner für konkrete Umsetzungsprojekte.


4. Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit: Wissen multiplizieren

Auch im Bereich Bildung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit entstehen neue Möglichkeiten. Klimaschutzwissen soll noch gezielter vermittelt und verständlich aufbereitet werden – faktenbasiert, lösungsorientiert und motivierend.

Gleichzeitig lädt LocalZero das Klimanetzwerk ein, gemeinsam am bundesweiten Angebot weiterzuarbeiten – etwa in den Bereichen Netzwerkmanagement und Energiethemen. Das unterstreicht: Das Klimanetzwerk Lippstadt wird zunehmend auch überregional als kompetenter Akteur wahrgenommen.


Lokale Stärke trifft externe Expertise

Das Treffen machte deutlich: Durch die Verbindung von lokaler Kompetenz und externer Fachunterstützung gewinnt der Klimaschutz in Lippstadt spürbar an Dynamik.

Mit klar definierten Ansprechpartnern – künftig ist Lena Daccache erste Ansprechpartnerin für LocalZero – werden die Prozesse noch strukturierter und effizienter gestaltet.


Klimanetzwerk Lippstadt: Vom Engagement zur strategischen Kraft

Die Strategietagung markiert einen Meilenstein. Das Klimanetzwerk Lippstadt entwickelt sich sichtbar weiter:

  • stärkere Datenorientierung
  • klarere strategische Ausrichtung
  • professionelle Projektentwicklung
  • strukturierte Kooperation auf Bundesebene

Der Schulterschluss mit LocalZero zeigt: Das Klimanetzwerk ist bereit für die nächste Stufe der Professionalität.

Lippstadt profitiert davon – mit mehr Expertise, mehr Wirkung und einem klaren Kurs Richtung Klimaneutralität 2040.

Der Klimaschutz in Lippstadt ist damit nicht nur engagiert, sondern strategisch aufgestellt wie nie zuvor.

Carsharing für Lippstadt

Vom „unmöglich“ zum Modellprojekt

Carsharing in Lippstadt? Noch vor wenigen Jahren galt das als aussichtslos. Zu kleinstädtisch, zu autozentriert, zu wenig Nachfrage – so lauteten die gängigen Vorurteile. Doch heute steht fest: Carsharing kommt nach Lippstadt. Im Sommer 2025 hat der Rat der Stadt das Projekt beschlossen und das nötige Budget freigegeben. Ein Erfolg, der ohne das Klimanetzwerk Lippstadt kaum denkbar gewesen wäre.

Das Klimanetzwerk als Motor der Veränderung

Bereits 2024 nahm das Klimanetzwerk Lippstadt das Thema nachhaltige Mobilität gezielt in den Fokus. Ein eigenes Projektteam wurde gegründet, um das Thema Carsharing fachlich fundiert und praxisnah zu bearbeiten. Unter der Leitung von Elke Leonhard Brendel wurden Chancen, Risiken und Umsetzungsmöglichkeiten intensiv analysiert.

Parallel dazu brachte sich das Klimanetzwerk aktiv in Workshops des Kreises Soest ein, der ebenfalls an einem Carsharing-Konzept für Lippstadt arbeitete. Ziel war es, den Prozess nicht nur kritisch zu begleiten, sondern konstruktiv zu unterstützen – immer mit Blick auf die Bedürfnisse der Menschen vor Ort.

Bürgerumfrage und WandelBar: Der Wendepunkt

Ein entscheidender Schritt auf dem Weg zum Erfolg war die umfangreiche Bürgerumfrage des Klimanetzwerkes. Sie zeigte klar: Das Interesse an Carsharing in Lippstadt ist vorhanden. Besonders Menschen, die selten ein Auto benötigen oder bewusst auf einen Zweitwagen verzichten möchten, sehen im Teilen von Fahrzeugen eine echte Alternative.

Ergänzt wurde die Umfrage durch eine gut besuchte Informations- und Diskussionsveranstaltung in der WandelBar. Dort kamen Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung, Politik und Fachleute zusammen. Skepsis wurde offen angesprochen, Fragen ehrlich beantwortet und Erfahrungen aus anderen Städten vorgestellt. Aus Vorbehalten wurde Neugier – und aus Neugier Zustimmung.

Warum Carsharing sinnvoll ist

Ein Privat-Pkw wird im Durchschnitt nur etwa eine Stunde am Tag genutzt – die restliche Zeit steht er ungenutzt herum. Genau hier setzt Carsharing an. Ein gemeinsam genutztes Fahrzeug kann bis zu 20 private Autos ersetzen. Das spart Platz, reduziert Verkehr, senkt CO₂-Emissionen und entlastet die Stadt.

In vielen Großstädten ist Carsharing längst etabliert. Doch auch kleinere Städte wie Lippstadt können davon profitieren – vorausgesetzt, das Angebot ist gut geplant und nah an den Bedürfnissen der Menschen.

Der politische Durchbruch im Sommer 2025

Der Einsatz des Klimanetzwerkes zeigte Wirkung: Im Sommer 2025 stimmte der Rat der Stadt Lippstadt dem Carsharing-Projekt zu und stellte das Budget bereit. Insgesamt sollen zehn Fahrzeuge an sieben Standorten im Stadtgebiet angeboten werden – darunter Verbrenner und Elektroautos in unterschiedlichen Fahrzeugklassen.

Das Projekt wird mit rund 195.000 Euro staatlich gefördert. Der Start des Vergabeverfahrens ist für Januar 2026 geplant, ab Herbst 2026 sollen die ersten Carsharing-Autos in Lippstadt unterwegs sein.

Auch Bürgermeister und Verwaltung würdigten das Engagement des Klimanetzwerkes ausdrücklich und bedankten sich öffentlich für das beharrliche Vorantreiben des Projekts.

Ein Erfolg – und kein Endpunkt

Für das Klimanetzwerk ist der Ratsbeschluss ein wichtiger Meilenstein, aber kein Abschluss. Das Netzwerk wird den Prozess weiter begleiten – von der Auswahl des Anbieters bis zur Nutzung im Alltag. Denn der eigentliche Erfolg zeigt sich erst dann, wenn die Lippstädterinnen und Lippstädter das Angebot annehmen und nutzen.

Die Geschichte des Carsharings in Lippstadt zeigt eindrucksvoll, was möglich ist, wenn engagierte Bürgerinnen und Bürger, Verwaltung und Politik gemeinsam an einer Idee arbeiten. Aus einer vermeintlich unrealistischen Vision ist ein konkretes Zukunftsprojekt entstanden – für mehr Lebensqualität, weniger Verkehr und eine klimafreundlichere Stadt.