Antrittsbesuch beim Bürgermeister Tschense

Wie kann Mobilität in Lippstadt klimafreundlicher werden? Über diese Frage tauschten sich jetzt Mitglieder des Klimanetzwerks und des Fahrradnetzwerks Lippstadt mit Bürgermeister Alexander Tschense im Stadthaus aus. Das Treffen zeigte: In der Stadt gibt es viele Ideen – und auch konkrete Projekte, die bereits auf den Weg gebracht wurden.

Ehrenamtliches Engagement für mehr Klimaschutz

Bürgermeister Alexander Tschense hatte die Vertreterinnen und Vertreter der Netzwerke zu einem Gespräch unter der Überschrift „Klimafreundliche Mobilität“ eingeladen.

Anke Victor, Sprecherin des Klimanetzwerks, begrüßte den offenen Austausch:

„Wir freuen uns, dass Alexander Tschense so großes Interesse am Klimaschutz in Lippstadt und an unserer ehrenamtlichen Arbeit zeigt. Beim Thema Mobilität bringen wir gern unsere Ideen ein, hoffen auf gemeinsame Ziele und bieten unsere Unterstützung an.“

Die Netzwerke engagieren sich seit Jahren ehrenamtlich für nachhaltige Mobilitätslösungen in Lippstadt.

Radverkehr weiter verbessern

Ein wichtiger Schwerpunkt des Gesprächs war der Radverkehr.

Claudia Bachmann vom Fahrradnetzwerk berichtete über die Arbeit der Gruppe, die sich insbesondere für bessere und durchgängige Radwege zwischen der Innenstadt und den Ortsteilen einsetzt.

Der Verkehrsentwicklungsplan der Stadt enthalte bereits viele gute Ansätze. Allerdings fehle aus Sicht des Netzwerks mehr Transparenz über den aktuellen Stand der Umsetzung.

Uwe Schemmann vom Kernteam des Klimanetzwerks erklärte dazu:

„Wir vermissen ein Instrument, mit dem wir erkennen können, wo wir bei der Umsetzung der Maßnahmen stehen und was bereits angefangen oder sogar finalisiert ist.“

Ein weiteres Problem: Die zugrunde liegenden Daten sind inzwischen veraltet. Der Verkehrsentwicklungsplan stammt aus dem Jahr 2014. Aktuelle Verkehrszählungen fehlen bislang.

Mehr Transparenz geplant


Bürgermeister Alexander Tschense kündigte an, dass die Stadtverwaltung bereits an einem neuen digitalen Instrument arbeitet.

Dieses Tool soll künftig mehr Transparenz über laufende Projekte schaffen. Bürgerinnen und Bürger können dann den Fortschritt von Maßnahmen verfolgen – nicht nur im Bereich Verkehrspolitik, sondern auch in anderen Themenfeldern der Stadtentwicklung.

Idee: Eine mobile Jugendverkehrsschule

Ein besonders positives Echo fand eine neue Idee des Fahrradnetzwerks: eine Jugendverkehrsschule, in der Kinder, aber auch ältere Menschen, sicheres Radfahren üben können – insbesondere im Umgang mit E-Bikes.

Karl-Heinz Tiemann stellte das Projekt vor. Bürgermeister Tschense reagierte begeistert:

„Eine tolle Idee. Ich könnte mir schon einige Flächen vorstellen – abgesehen von den Schulhöfen – wo man so etwas realisieren könnte.“

Besonders spannend findet der Bürgermeister die Idee eines mobilen Verkehrsgartens, der flexibel an verschiedenen Orten aufgebaut werden kann.

Carsharing in Lippstadt nimmt Fahrt auf

Auch beim Thema Carsharing gibt es Fortschritte.

Sabine Hense-Ferch, Pressesprecherin des Klimanetzwerks, berichtete über die Arbeit ihres Teams, das sich intensiv für ein entsprechendes Angebot in Lippstadt eingesetzt hat. Eine vom Netzwerk initiierte Umfrage hatte zuvor gezeigt, dass es in der Stadt einen Bedarf für Carsharing gibt.

Auf dieser Grundlage sammelten die Mitglieder Beispiele und Erfahrungen aus anderen Städten und suchten das Gespräch mit der Stadtverwaltung. Mit Erfolg:

Die Stadt Lippstadt hat gemeinsam mit dem Kreis Soest einen Förderantrag für zehn Carsharing-Fahrzeuge gestellt – und dieser wurde inzwischen bewilligt.

Wenn alles nach Plan läuft, könnten die ersten Fahrzeuge bereits in der zweiten Jahreshälfte in Lippstadt zur Verfügung stehen.

Bürgermeister Tschense ergänzte, dass mindestens fünf der Fahrzeuge Elektroautos sein werden. Neben vier Standorten in der Innenstadt soll auch Bad Waldliesborn eine Carsharing-Station erhalten.

Langfristig könnten auch die Ortsteile in das Sharing-System eingebunden werden.

Austausch soll fortgesetzt werden

Das Treffen zeigte, wie wichtig der Dialog zwischen Stadtverwaltung und engagierten Bürgerinnen und Bürgern ist.

Zum Abschluss versprach Bürgermeister Alexander Tschense den Netzwerkern:

„Wir bleiben in Kontakt.“

Ein Versprechen, das Hoffnung macht – für weitere gemeinsame Schritte hin zu einer klimafreundlichen Mobilität in Lippstadt.

Bildquelle: Christian Motog – https://www.für-lippstadt.de

Luisa Neubauer kommt nach Lippstadt

Am 08.Mai 2026 kommt Luisa Neubauer nach Lippstadt ins Stadttheater und zwar im Format: Im Gespräch mit Michael Göring. Die Veranstaltung beginnt aufgrund des Altstadtlaufs erst um 20:00 Uhr.

Ihr neuestes Buch: Was wäre, wenn wir mutig sind? ist der Aufhänger für diese Veranstaltung.

Luisa Neubauer kämpft für unseren Planeten.

Als Führende Persönlichkeit hinter Fridays for Future warnt die 29 jährige unermüdlich vor Stagnation im Kampf gegen die Klimaerwärmung.

„Wir können der Klimakrise nicht ausweichen! Wir müssen handeln!“

Die von ihr initiierten und unterstützten Aktionen treffen in der Bevölkerung auf Zustimmung wie auch auf Unverständnis und Ablehnung.

Welche Wege zeigt Luisa Neubauer auf, wie stellt sie sich der Kritik, was ist die Zukunft von Fridays for Future, wie retten wir unseren einzigen Lebensort, die Erde?

Das Klimanetzwerk wird mit vielen Vertretern vor Ort sein. Es gibt noch Karten über Vibus.

Wir freuen uns auf Luisa.

Bildquelle: https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2025-04-29-Luisa_Neubauer-Maischberger-2989.jpg

Wärmepumpen live erleben beim „Tag des offenen Heizungskellers“ 

Unter dem Motto „Tag des offenen Heizungskellers“ laden Greenpeace , Local Zero und das Klimanetzwerk Lippstadt am 15.11. interessierte Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer ein, sich aus erster Hand über den Einsatz von Wärmepumpen zu informieren. Mehrere Lippstädter Eigenheimbesitzer öffnen dafür ihre Keller und zeigen ihre installierten Anlagen, die zum Teil auch durch den Strom aus der eigenen PV-Anlage betrieben werden.

Zu Gast in Lippstädter Kellern

Besonders für Menschen, die Zweifel haben, ob die Technologie auch in ihrem Gebäude funktioniert, bietet sich hier eine gute Gelegenheit, den Betrieb von Wärmepumpen live zu erleben: Alle Häuser, die besucht werden, stammen aus den vergangenen 50 Jahren. Die Teilnehmenden können sich über Technik, Kosten und Erfahrungen direkt bei den Eigentümern informieren und offene Fragen klären. Nach der Anmeldung erhalten Interessierte die benötigten Informationen zu den teilnehmenden Immobilien.

Die Veranstaltung ist Teil einer bundesweiten Aktion von Klima- und Umweltgruppen. In diesem Rahmen freuen sich Greenpeace und weitere beteiligte Organisationen über alle, die sich vorab oder auch später bei ihnen zum Thema Wärmepumpe informieren.

Melden Sie sich an!

Anmeldung bitte bis zum 13.11. unter diesem Link  hier

Fünf Jahre WandelBar – eine Idee wird Bewegung

Jede Veränderung beginnt mit einer Vision. Und manchmal reicht eine Person, die den ersten Schritt wagt, damit viele andere folgen. Vor fünf Jahren brachte Johanna Brühl die Idee der WandelBar nach Lippstadt – einen offenen Raum, in dem Menschen miteinander über Zukunft, Nachhaltigkeit und die sozial-ökologische Transformation ins Gespräch kommen. Aus dieser Vision ist inzwischen ein fester Bestandteil des Klimanetzwerks Lippstadt geworden: die WandelBar als Ort des Austauschs, Lernens und gemeinsamen Handelns.

Die Anfänge

Im Frühjahr 2020 – mitten in der Corona-Pandemie – entstand die erste WandelBar als virtueller Treffpunkt. Damals diskutierte eine kleine Gruppe Szenarien des Zukunftsinstituts, sprach über Postwachstum und über die Frage: „Was wollen wir wirklich, wirklich verändern?“

Es blieb nicht beim Austausch. Schnell wurde klar: Wandel braucht Räume, in denen Menschen sich begegnen und ins Tun kommen können. Aus der Online-WandelBar wurde eine reale Gemeinschaft vor Ort in Lippstadt. Erste Treffen beschäftigten sich mit Methoden wie dem 4-Quadranten-Modell von Ken Wilber oder der Theorie U von Otto Scharmer. Damit legten die Teilnehmenden die Grundlage, wie ein lokaler Transformationsprozess aussehen könnte – partizipativ, kreativ und offen.

Vom Experiment zur festen Größe

Ein entscheidender Schritt war das Finden von Orten für die WandelBar. Besonders der Einzug in einen leerstehenden Friseursalon mitten in der Stadt sorgte für Aufmerksamkeit. Passender hätte die Location kaum sein können: Ein Raum der Veränderung für eine Bewegung, die Wandel vorlebt.

Die Mensa des Ostendorfgymnasium ist seit dem September 2022 der Veranstaltungsort für die WandelBar – jeden ersten Mittwoch im Monat – finden hier  Vorträgen, Diskussionen und Workshops statt. Themen wie Tiny Houses, Carsharing, Postwachstum, klimagerechtes Reisen oder EU-Bürgerräte lockten immer wieder neue Menschen an. Der Erfolg sprach sich herum: Der Vortrag zu Tiny Houses mit über 70 Teilnehmer*innen führte sogar dazu, dass im Neubaugebiet Dedinghausen Platz für sieben Tiny Houses geschaffen wurde – ein konkretes Ergebnis aus einem WandelBar-Abend heraus.

Gemeinsam unterwegs

Die WandelBar ist längst nicht mehr nur „eine Idee von Johanna Brühl“. Sie ist heute ein fester Bestandteil des Klimanetzwerks und lebt von den vielen Menschen, die sich regelmäßig einbringen, organisieren, mitdiskutieren und Projekte vorantreiben. Ob bei Veranstaltungen, in Arbeitsgruppen oder in Gesprächen mit Politik und Verwaltung – die WandelBar hat entscheidend dazu beigetragen, dass das Thema Klimaneutralität und nachhaltiges Leben in Lippstadt sichtbar bleibt.

Ein Beispiel dafür war der 40. WandelBar-Themenabend am 6. August 2025: Ein Spaziergang durch die Stadt führte zu kritischen Orten der Klimaanpassung. Zwölf Teilnehmende schauten genau hin und diskutierten, ob die bisherigen Maßnahmen reichen, um Lippstadt klimaresilient zu machen. Es wurde deutlich: Wandel bedeutet, den Blick zu schärfen, Fragen zu stellen – und sich einzumischen.

Stolz auf das, was wir erreicht haben

Wenn wir heute zurückschauen, können wir als Klimanetzwerk Lippstadt stolz sein:

  • Wir haben aus einer Idee einen festen Lern- und Begegnungsraum geschaffen.
  • Wir haben regelmäßig Veranstaltungen durchgeführt, die hunderte Menschen erreicht haben.
  • Wir haben Themen gesetzt, die in der Stadt weiter diskutiert und zum Teil schon umgesetzt wurden.
  • Wir haben gezeigt, dass Wandel nicht abstrakt bleibt, sondern ganz konkret vor Ort passiert.

All das ist nicht das Werk Einzelner, sondern das Ergebnis gemeinschaftlichen Engagements. Jede Person, die in den letzten fünf Jahren dabei war, hat die WandelBar mitgestaltet: als Vortragende, als Diskussionspartner, als Mitorganisatorin, als Ideengeberin oder einfach durch die Präsenz und das Zuhören.

Ausblick: Der Wandel geht weiter

Die WandelBar ist nicht am Ziel – sie ist unterwegs. Unsere Vision bleibt, Lippstadt nicht nur klimaneutral zu machen, sondern zu einer gerechteren, gemeinschaftlicheren und lebenswerteren Stadt zu entwickeln. Eine Stadt, die sich mutig den Herausforderungen der Zukunft stellt und suffizientes, nachhaltiges Leben ermöglicht.

Dazu braucht es weiterhin viele Aktive, die ihre Ideen einbringen, Verantwortung übernehmen und Lust haben, gemeinsam Zukunft zu gestalten. Jede*r ist eingeladen, Teil dieser Bewegung zu werden. Denn klar ist: Niemand gestaltet den Wandel für uns – wir müssen ihn selbst in die Hand nehmen.

Fazit

Die Geschichte der WandelBar zeigt, was möglich ist, wenn eine Vision auf engagierte Menschen trifft. Sie ist ein lebendiger Beweis dafür, dass Veränderung machbar ist – Schritt für Schritt, Abend für Abend, Projekt für Projekt.

Als Klimanetzwerk Lippstadt blicken wir mit Dankbarkeit und Stolz auf die letzten fünf Jahre zurück. Und wir freuen uns darauf, gemeinsam mit vielen alten und neuen Mitstreiter*innen die nächsten Kapitel zu schreiben.

Denn die Zukunft beginnt hier – und jetzt.

Gemeinsam für ein fahrradfreundliches Lippstadt

Erfolgreicher Auftakt des Runden Tisches

Am 23. Januar 2025 kamen Politik, Organisationen und Bürger in Lippstadt zusammen, um das Thema Radverkehr voranzutreiben. Der erste Runde Tisch „Fahrradfahren in Lippstadt“, organisiert von der Gruppe „FahrradNetzWerk Lippstadt“, brachte konkrete Ergebnisse und neue Ansätze für eine fahrradfreundlichere Stadt.

Im Gemeindehaus der Johanneskirche trafen sich engagierte Vertreter aus Politik, der Polizei, dem Fahrradhandel, der Hochschule Hamm-Lippstadt (HSHL), dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und vielen weiteren örtlichen Organisationen. Ziel der Veranstaltung war es, die Herausforderungen des Radverkehrs in Lippstadt zu diskutieren und Lösungen zu entwickeln.

Die Grundlage: Umfrage und Arbeitsgruppen

Zum Auftakt wurden die Ergebnisse einer Umfrage vorgestellt, an der über 500 Lippstädter teilgenommen hatten. Diese Umfrage zeigte, wo der Radverkehr in der Stadt aktuell steht und welche Probleme Radfahrer am dringendsten sehen.

Aufgeteilt in zwei Arbeitsgruppen – „Infrastruktur“ und „Verhalten und Sicherheit“ – haben die über 20 Teilnehmer ihre Ideen eingebracht. Die Gruppe „Infrastruktur“ befasste sich mit baulichen Herausforderungen, wie dem Ausbau von Radwegen und sicheren Abstellmöglichkeiten. Die Gruppe „Verhalten und Sicherheit“ setzte ihren Fokus auf Sensibilisierungskampagnen, Verkehrssicherheit und die Förderung eines respektvollen Miteinanders aller Verkehrsteilnehmer.

Erste konkrete Maßnahmen

Der Runde Tisch konnte bereits einige vielversprechende Ansätze hervorbringen. Zu den geplanten Maßnahmen gehören:

  • Einbindung politischer Vertreter: Ratsmitglieder aller demokratischen Parteien sollen stärker in die Gestaltung der Radverkehrsstrategie einbezogen werden.
  • Sensibilisierung durch Elternabende: Elternabende für Erstklässler sollen genutzt werden, um die Vorteile des Radfahrens aufzuzeigen und Kinder frühzeitig für sicheres Fahrradfahren zu begeistern.
  • Beteiligung weiterer Akteure: Zukünftige Treffen sollen Service-Clubs und Ortsvorsteher aus der Region einbinden, um eine noch breitere Basis zu schaffen.

Positive Resonanz und Blick in die Zukunft

„Die engagierte Diskussion und die konstruktiven Ergebnisse zeigen, wie wichtig das Thema den Menschen in Lippstadt ist“, betonte Claudia Bachmann, Sprecherin des Organisationsteams. Die Initiative macht deutlich: Fahrradfahren ist nicht nur ein Mobilitätsthema, sondern ein wesentlicher Beitrag zu einer nachhaltigen und lebenswerten Stadt.

Ein Folgetermin ist bereits in Planung und wird in Kürze bekannt gegeben. Die Initiatoren hoffen, dass noch mehr Menschen und Organisationen Teil dieses wichtigen Dialogs werden.

Bleiben Sie auf dem Laufenden und machen Sie mit! Gemeinsam können wir Lippstadt fahrradfreundlicher gestalten.

(Für weitere Informationen: Claudia Bachmann und Anke Victor, Klimanetzwerk Lippstadt und FahrradNetzWerk, Tel.: 0170 967 4503)

Meilensteine, Kooperationen und Highlights

Rückblick auf das Klimanetzwerkjahr 2024

Ein strategischer Start ins Jahr

Am 6. Januar 2024 legte das Kernteam des Klimanetzwerks die Weichen für das kommende Jahr. Mit einer überarbeiteten Strategie und klaren Werten begann die Umsetzung auf den Netzwerkabenden. Themenfelder lösten die bisherigen Arbeitsgruppen ab, und Projektsteckbriefe wurden eingeführt, um die Organisation zu stärken. Früh im Jahr beteiligte sich das Netzwerk an Demos für gesellschaftlichen Zusammenhalt und startete erfolgreiche Kooperationen.

Frühling: Mobilität, Demokratie stärken und Wärmewende im Fokus

Die Fahrrad-Sternfahrt, organisiert von Gerd Pokraka, setzte ein Zeichen für lebendige Demokratie und nachhaltige Mobilität.

Parallel dazu beeindruckte die Veranstaltung „Private Wärmewende“ in der Bücherei mit über 100 Teilnehmer*innen. Dieses wichtige Thema wurde erneut von Jan Wollesen und Anke Victor beflügelt.

Über die Fahrradstraße am Weingarten und die intensive Auseinandersetzung mit der Stadt ist letztendlich die neue AG FahrradNetzwerk LP entstanden. Trotz unserer Strategie hat sich eine mittlerweile 20- köpfige Gruppe unter Leitung von Gerd Pokraka gebildet, die sich im Laufe des Jahres selbst organisiert hat und nun beginnt, Projekte zu planen und umzusetzen. Momentan läuft gerade die Umfrage zum Fahrradverhalten, die dann bei einem Runden Tisch im Januar als Grundlage dienen soll.

Sommer: CarSharing und kulturelle Höhepunkte

Das CarSharing-Projekt unter der Leitung von Elke Leonhard Brendel erlebte mit der Veranstaltung in der WandelBar und einer umfangreichen Umfrage spannende Momente, auch wenn die Umsetzung noch Herausforderungen birgt. Der Juni brachte ein kulturelles Highlight mit Maja Göpel im Stadttheater, deren Vortrag das Publikum begeisterte.

Herbst: Klimafokus und politische Weichenstellungen

Mit den PV- und Wärmeradtouren im Juli und September sowie der Klimawoche blieb der Herbst ereignisreich. Die Bürgermeisterkandidat*innen-Vorstellungen zeigten, wie das Klimanetzwerk kommunale Themen aktiv mitgestaltet. Auch der 5. Geburtstag des Netzwerks im September bot Anlass zum Feiern und Netzwerken.

Winter: Bürgergenossenschaft und Zukunftsvisionen

Das Jahr endete mit einem Paukenschlag: der Gründung der Bürgergenossenschaft Lippestrom. Mit einer beeindruckenden Auftaktveranstaltung wurde der Grundstein für ein zukunftsweisendes Energieprojekt gelegt. Parallel trieb das Netzwerk Projekte mit der Hochschule Hamm-Lippstadt voran, etwa VR-Visualisierungen für eine grünere Innenstadt.

Das ganze Jahr über: WandelBar und Kooperationen

Mit acht Themenabenden in der WandelBar organisiert von Johanna Brühl blieb das Netzwerk im regen Austausch mit der Lippstädter Bevölkerung. Themen wie Gesundheit und Klimawandel oder klimafreundliches Reisen sorgten für rege Diskussionen. Zudem wurden zahlreiche neue Partnerschaften geknüpft, etwa mit dem Frauennetzwerk und den Soroptimisten und der HSHL im Bereich Nachhaltige Gründungen.

Ausblick: Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

Das Klimanetzwerk Lippstadt blickt auf ein bewegtes Jahr 2024 zurück und geht gestärkt ins neue Jahr. Mit spannenden Projekten, engagierten Mitgliedern und neuen Kooperationen bleibt der Fokus auf einer nachhaltigen und lebenswerten Zukunft.

Wie rollt Lippstadt? Deine Meinung zählt!

Lippstadt ist eine Stadt in Bewegung – aber wie zufrieden bist du mit dem Radfahren hier? Das Klimanetzwerk Lippstadt startet eine spannende Umfrage, um genau das herauszufinden. Mach mit und gestalte die Zukunft der Mobilität in deiner Stadt aktiv mit!

Warum eine Umfrage zum Radfahren in Lippstadt?

Das Ziel ist klar: Lippstadt soll fahrradfreundlicher werden! Die Befragung hilft dabei, wichtige Erkenntnisse über die Meinungen und Gewohnheiten der Menschen zu gewinnen. Das Ergebnis? Verbesserte Verkehrswege und ein nachhaltigeres Mobilitätskonzept, das allen zugutekommt.

Wie kannst du teilnehmen?

Die Umfrage ist online und dauert nur 5 Minuten – ein kleiner Aufwand mit großer Wirkung! Egal, ob du in Lippstadt wohnst oder regelmäßig hier unterwegs bist, deine Meinung zählt.

👉 Hier geht’s zur Umfrage:
Zur Umfrage auf SurveyMonkey

Gemeinsam für ein besseres Lippstadt

Deine Antworten tragen dazu bei, Radfahren attraktiver und sicherer zu machen. Von besseren Radwegen bis hin zu mehr Abstellmöglichkeiten – jede Meinung ist ein Schritt in Richtung Zukunft!

Jetzt mitmachen – für eine umweltfreundliche Mobilität

Bist du bereit, Lippstadt voranzubringen? Nimm dir 5 Minuten Zeit und werde Teil der Bewegung. Denn nachhaltige Mobilität beginnt mit dir!

Teile den Link zur Umfrage auch mit deinen Freunden, Familie und Kollegen. Gemeinsam können wir viel bewegen! 🚲

10. PV- und WärmeRadtour

Das Klimanetzwerk Lippstadt lud zur inzwischen 10. Photovoltaik- und Wärmetour ein, bei der Interessierte die Möglichkeit hatten, praktische Einblicke in die Nutzung erneuerbarer Energien zu gewinnen. Im Mittelpunkt standen Gebäude, die durch die Kombination von Photovoltaik (PV) und Wärmepumpen beeindruckende Ergebnisse in Sachen Energieeffizienz und Nachhaltigkeit erzielen.

Station 1: Effiziente Modernisierung eines 60er-Jahre-Hauses

Die erste Station führte die Teilnehmenden zu einer Immobilie im Lippstädter Norden, einem Haus aus den 1960er Jahren, das bereits seit zwei Jahren mit einer 24 kWp PV-Anlage und einer Wärmepumpe ausgestattet ist, die Erdwärme nutzt.

Der Architekt und Besitzer legte besonderen Wert darauf, den Charme des Hauses zu bewahren. Er zeigte, dass Wärmepumpen auch ohne Fußbodenheizung effizient funktionieren können. Beim Thema Wärmedämmung wandte er das Pareto-Prinzip an: „Mit 20 Prozent der Investitionen können 80 Prozent der Maßnahmen erreicht werden.“ Besonders bei älteren Immobilien sei es wichtig, die Maßnahmen zu priorisieren, um Wärmebrücken und Luftdichtigkeit zu verbessern.

Station 2: Nachhaltigkeit im Altbau der Wittekindstraße

An der zweiten Station präsentierte der Besitzer eines Altbaus aus dem Jahr 1959 seine umfassenden Modernisierungsmaßnahmen. Er hat die Seitenwände des Hauses wärmegedämmt, Fenster ausgetauscht, eine Solaranlage installiert und nutzt Erdwärme. Das Ergebnis: Der Energieverbrauch wurde deutlich gesenkt, und das ganz ohne Verhaltensänderung der Bewohner.

Station 3: State-of-the-Art-Mehrfamilienhaus in der Walleinsteinstraße

Die letzte Station der Tour war ein besonderes Highlight. Hier wurde ein Einfamilienhaus aus den 1950er Jahren zu einem modernen Gebäude mit fünf Wohneinheiten umgebaut. Auch hier kommen eine Wärmepumpe auf Erdwärmebasis und eine PV-Anlage zum Einsatz. Der erzeugte PV-Strom wird den Mietern zu attraktiven Preisen angeboten, was die Nutzung der Anlage optimiert.

Der Besitzer erklärte: „Mir war es wichtig, die Mieter an der Energiewende zu beteiligen. Dank digitaler Stromzähler und einer Gesetzesänderung konnte ich mein Vorhaben realisieren.“

Fazit: Kleine Schritte – große Wirkung

Die 10. PV- und Wärmetour des Klimanetzwerks Lippstadt zeigte eindrucksvoll, dass sowohl kleine als auch umfassende Maßnahmen im Bereich der Gebäudemodernisierung erhebliche Energieeinsparungen bringen können. Dabei gilt es, die Entwicklungen der Preise für fossile Energien, Solaranlagen und Wärmepumpen stets im Blick zu behalten.

Mit der richtigen Planung und Priorisierung lassen sich Bestandsgebäude zu echten Energiesparwundern umgestalten – ein wichtiges Zeichen für die Energiewende und den Klimaschutz in Lippstadt.

5 Jahre Klimanetzwerk

Nach der ersten großen Klimademo 2019 und nachdem am 3. Juli 2019 der Rat der Stadt den Klimanotstand für Lippstadt ausgerufen hat, trafen sich am 14.08.2019 zum ersten Mal 14 Klimaaktive und gründeten miteinander das Klimanetzwerk Lippstadt.

Seither wurden feste Strukturen und Arbeitsweisen aufgebaut und viele Projekte und Anregungen für und in der Stadt umgesetzt. Wir sind eine Institution für den Klimaschutz geworden und werden gefragt, wenn es um dieses Thema geht. Unsere Strahlkraft und Sichtbarkeit ist so groß, dass sogar schon umliegende Städte auf uns aufmerksam geworden sind und wir unsere Arbeitsweise und – form z.B. auch schon in Soest vorgestellt haben. An unseren beiden online – Barcamps haben auch Klimaaktivisten aus anderen Bundesländern teilgenommen.

Das Klimanetzwerk in Zahlen

130 Mitglieder
7 köpfiges Kernteam
54 Klimanetzwerktreffen – jeden 4. Mittwoch im Monat
18 Kernteamtreffen mit dem neuen Kernteam seit Dezember 2022
40 Treffen der Energiegruppe mit 10 Wärme und PV- Radtouren mit insgesamt 150 Teilnehmern und 10 Objekten
34 WandelBar Themenabende – seit Sept 2022 jeden 1. Mittwoch im Monat

Es gibt seit 2024 die 3 Themen Schwerpunkte:

klimafreundliche Energie,
Klimafreundliche Mobilität und
grünes, lebendiges, gesundes Lippstadt

unsere momentanen Projekte heißen:
Carsharing und FahrradNetzwerk Lippstadt und die Energiegenossenschaft Lippestrom.

Am 27.09. haben wir mit 60 Klimanetzwerker*innen und Gästen groß im T8 in Dedinghausen gefeiert. Es kamen viele Wegbegleiter*innen die uns auch in Zukunft unterstützen wollen, denn bürgerschaftlichen Engagement ist in Zeiten von Politikverdrossenheit ein Garant für eine positive Zukunft.

Lippstädter Bürger haben sich schon immer ins Stadtgeschehen eingemischt und so haben sie den Wandel der Stadt vorwärts gebracht. 500 Jahre Reformation hat sich auf den Spirit der Stadt ausgewirkt. Aufgeklärte Bürger engagieren sich für Ihre Stadt und arbeiten mit Politik und Stadtverwaltung zusammen und helfen, wenn es mal Personalengpässe gibt. Damit sich in der Stadt was bewegt.



Entdecke die Zukunft der Energie

Solar- und Wärmetour des Klimanetzwerks Lippstadt
Informative Fahrradtouren für eine klimafreundliche Zukunft

Das Klimanetzwerk Lippstadt setzt seine erfolgreiche Reihe von Fahrradtouren fort, die Interessierte zu Wohnobjekten im Bereich Photovoltaik und fossilfreies Heizen führt. Am Freitag, dem 5. Juli um 18 Uhr haben Neugierige wieder die Möglichkeit, sich über die Erzeugung und den Einsatz regenerativer Energien bei Hausbesitzern zu informieren und Projekte vor Ort zu besichtigen.

Themen der Tour: Von Wärmezaun bis Förderkulisse

Dieses Mal werden spannende Fragen rund um die Themen Solar- und Wärmetechnologien beantwortet: Was ist ein Wärmezaun? Funktioniert Wärmepumpentechnologie im Altbau? Wie schaffe ich eine ökologische Wärmedämmung? Wie funktioniert eine Flächenheizung? Wie sieht die aktuelle Förderkulisse aus? Diese und viele andere Fragen werden im Rahmen der Fahrradtour zu verschiedenen Objekten im Ein- und Mehrfamilienhausbau innerhalb Lippstadts geklärt.

Antworten auf die Herausforderungen des GEG

„Durch die gegenwärtigen Diskussionen um das Gebäude-Energie-Gesetz (GEG) sind sicherlich einige Besitzerinnen und Besitzer von älteren Gas- und Heizöl-Heizungen ins Grübeln gekommen, wie es mit der Wärmeerzeugung in ihrem Haus demnächst weitergehen soll. Die gemeinsame Arbeitsgruppe ‚Energie‘ vom Klimanetzwerk Klimabündnis lädt deshalb zu dieser informativen Radtour ein“, erklärt Klimanetzwerk-Sprecherin Anke Victor. Treffpunkt ist um 18 Uhr auf dem Rathausplatz.

Expertenwissen direkt vor Ort

Die Tour wird auf einer maximalen Länge von zehn Kilometern ca. drei Stunden dauern. Teilnehmende erfahren im Gespräch mit Hausbesitzern, wie eine klimaneutrale Energiegewinnung realisiert werden kann und wie man das Haus ohne Gas oder Heizöl heizt. Begleitet wird die Tour von Energieberatern und Experten zum Thema, die gerne alle Fragen beantworten.

Praktische Einblicke in klimafreundliche Energiegewinnung

Anhand verschiedener Altbauten erläutern Hausbesitzer, Ingenieure und kundige Netzwerker, welche Anwendungsfälle mit Solarstrom, Windkraft und Wärmepumpen genutzt werden können. „Die Sonne liefert bereits jetzt in vielen Lippstädter Haushalten günstige Energie für Haushaltsstrom, Heizung, Lüftungsanlagen, E-Autos und mehr“, so Anke Victor.

Jetzt anmelden und dabei sein!

Interessierte werden gebeten, sich unter info@klimanetzwerk-lippstadt.de anzumelden. Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 25 Personen begrenzt. Nutzen Sie diese Chance, sich über zukunftsweisende Energielösungen zu informieren und praktische Einblicke in die Welt der erneuerbaren Energien zu gewinnen.